Wildunfall: Das muss man beachten

© Mariusz Blach - Fotolia.com

03.11.2017 | GDV-Zahlen: täglich 720 Wildunfälle

Wildunfälle vermeiden & Tipps für den Ernstfall

Springt ein Reh oder Wildschwein vor die Kühlerhaube, bleibt selbst erfahrenen Autofahrern nicht immer genügend Zeit zur Vermeidung einer Kollision. Allein 2016 wurden mehr als 720 Wildunfälle täglich registriert, schreibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) in einer aktuellen Pressemeldung. Wie also verhält man sich im Ernstfall? Und kann man mit Schadenersatz rechnen?

Sind manche Wildunfälle vermeidbar?

Der GDV rät Autofahrern dazu, an durch Schildern gekennzeichneten Wildwechselstellen besonders umsichtig zu fahren. Nahe Feldern, Wäldern und Grünflächen sollte man den Fuß vom Gas nehmen.

Gerät ein wildes Tier ins Sichtfeld, sollte man hupen und gegebenenfalls das Fernlicht abblenden. Ausweichmanöver seien in der Regel riskanter als die Kollision. Beim Ausweichen bestünde das Risiko, andere Autofahrer zu gefährden oder mit Bäumen oder anderen Hindernissen zu kollidieren.

Wie verhält man sich im Ernstfall?

Der GDV empfiehlt Betroffenen, die Unfallstelle mittels Warnblicklicht und Warndreieck zu sichern und die Polizei zu kontaktieren. Ein verletztes oder getötetes Tier sollte man möglichst nicht berühren. Für die Bergung sei der Förster oder Jagdpächter zuständig.

Fotos von der Unfallstelle, dem Tier und dem Autoschaden helfen bei der Regulierung etwaiger Schadenansprüche. Ebenfalls sinnvoll sei, eine Wildunfallbescheinigung von Förster oder Jagdpächter anzufordern. Die Versicherung sollte man schnellstmöglich kontaktieren.

Wann kommt die Kfz-Versicherung für den Schaden auf?

Ob man Anspruch auf Schadenersatz hat, hängt mit dem Umfang der Kfz-Versicherung und der Art des involvierten Tieres zusammen. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist nicht zuständig und kommt nur für Schäden auf, die durch eigenes Verschulden bei Dritten entstehen. Eine Teilkaskoversicherung ist dann zuständig, wenn es sich bei dem Tier um Haarwild (zum Beispiel Rehe oder Wildschweine) handelt und das Kfz zum Schadenzeitpunkt in Bewegung war. Einige Teilkaskoversicherungen decken auch weitere Kollisionen mit Tieren ab. In der Regel aber sind Schäden durch Nutztiere (beispielsweise Kühe) oder Haustiere (etwa Katzen) nicht teilkaskoversichert.

Umfassenderen Schutz bildet die Vollkaskoversicherung. Allerdings sollte man einzelne Tarife diesbezüglich prüfen, da sich die Konditionen einzelner Kfz-Versicherer unterscheiden. Wird der Schaden durch die Vollkaskoversicherung reguliert, wird man in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft, bei der Teilkasko ist das nicht der Fall.

Achtung: Nicht alle Kaskoversicherungen übernehmen die Abschleppkosten. Hilfreich ist die Mitgliedschaft in einem Automobilclub, der je nach Vertrag einen Abschleppdienst stellt. Auch ein Autoschutzbrief trägt unter Umständen die Kosten in festgelegter Höhe.

wechseln.de

wechseln.de

Verschaffen Sie sich mit wechseln.de einen schnellen und einfachen Überblick. Auf dem TÜV-geprüften Preisvergleichs- und Wechselportal können Sie kostenlos aktuelle Stromanbieter, Gasversorger, DSL-Anbieter, Handytarife und KFZ-Versicherungen vergleichen und bares Geld sparen!
wechseln.de
Kategorien
Energie-News DSL-News Handy-News KFZ-News