Die Strompreise in Deutschland

Lange Zeit war der Strom in Deutschland monopolisiert und staatlich verwaltet. Erst im Jahr 1999 änderte sich dies und er wurde durch das Energiewirtschaftsgesetz für private Stromanbieter freigegeben.

Heute haben Sie als Kunde eine große Auswahl an Stromanbietern ganz nach Ihren Bedürfnissen – von fossilem bis zu regenerativem Strom, regionalen oder Discount-Anbietern.

Dabei hat jeder dieser Anbieter einen eigenen Stromtarif und besondere Angebote. So liegt es an Ihnen, sich den passenden Stromtarif herauszusuchen.

Stromvergleich - Kostenlos Tarife vergleichen

Stoppen Sie Ihre hohen Stromkosten durch einen Anbieterwechsel.


kWh


Aktuelle Strompreise vergleichen

Stromzähler im Haushalt

© Gina Sanders – Fotolia.com

Um den passenden Strompreis für Ihren Haushalt und Ihre Bedürfnisse zu finden, sollten Sie die Strompreise der in Frage kommenden Stromanbieter vergleichen.

Der Strompreisrechner hilft Ihnen, schnell und unkompliziert zu einer übersichtlichen Liste, die als Basis für den Strompreis Vergleich dient.

Dabei werden Sie sicherlich schnell gravierende Unterschiede feststellen. Berücksichtigt man sowohl die Grundversorgungskosten als auch die Sondertarife der mittlerweile über 1.000 Stromanbieter, fallen zum Teil Kostenunterschiede von mehreren hundert Euro jährlich auf. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen!

Strompreise vergleichen: So einfach funktioniert es

Bereits mit der Angabe Ihres allgemeinen Stromverbrauchs und Ihrer Postleitzahl erhalten Sie mit dem Strompreisrechner einen ersten Anhaltspunkt, was Sie monatlich bei einem ausgewählten Anbieter zahlen müssen. Mit zusätzlichen Angaben gelangen Sie zu noch präziseren Ergebnissen.

Häufig sind die Angebote örtlicher Anbieter teurer als Strom von Großfirmen und Discount-Anbietern. Ökostrom galt lange als saubere, aber auch deutlich teurere Alternative. Allerdings bieten inzwischen viele Firmen günstigen regenerativen Strom an oder zumindest einen besonders günstigen Tarif für Kunden, die auf den Geldbeutel schauen müssen.

Unser Tipp für Sie:

Achten Sie bei den Anbietern auch auf Sondertarife, sofern vorhanden. Viele Stromfirmen bieten zum Beispiel Extratarife für Singles, Familien und kleine Haushalte an.

Allerdings ist der erste Preis, den Sie erhalten, nur die halbe Wahrheit. In der Regel spielen auch Fakten wie die Vertragslaufzeit und der durchschnittliche Verbrauch eine Rolle bei der Zusammensetzung der Stromtarife. Bei vielen Angeboten mit einer langen Mindestlaufzeit werden Ihnen attraktive Rabatte eingeräumt.

Mit dem Vergleichsrechner finden Sie in wenigen Klicks den Stromtarif, der zu Ihrer Behausung und Ihren Lebensumständen passt.

So setzt sich der Strompreis zusammen

Strompreis

© arahan – Fotolia.com

Die Strompreise werden in der Regel von den Großhandelsmärkten für Strom wie der European Energy Exchange (EEX) bestimmt. Dieser richtet sich nach Angebot und Nachfrage, aber auch nach der Erzeugung, der staatlichen Förderung, Umweltauflagen und der politischen Gesetzgebung – national wie europaweit.

Im Strompreis sind eine Reihe weiterer Kosten enthalten wie Steuern, Kosten für die Stromerzeugung und die Logistik sowie die Gebühren für die CO2-Emissionsrechte. Und natürlich wollen alle beteiligten Firmen und Parteien noch einen finanziellen Gewinn daraus ziehen.

Dabei ist der Strompreis höchst flexibel und ändert sich an der Strombörse regelmäßig, ähnlich wie bei Geldaktien. Dies kann sich in Form von Preiserhöhungen für den Verbraucher auswirken, aber auch mit Preissenkungen – auch wenn in den letzten Jahren häufig der Vorwurf laut wurde, die Energiekonzerne würden mögliche Preissenkungen durch besonders günstigen Stromeinkauf oder optimierte Produktion nicht an die Endkunden weitergeben.

Abgaben und Steuern beim Strompreis

Rund 34 Prozent der Strompreise setzen ich aus staatlich festgesetzten Umlagen und Abgaben zusammen. Die älteste dieser Abgaben ist die Konzessionsabgabe für die Wegerechte von Leitungen aus dem Jahr 1935. Dazu kommt seit dem Jahr 2000 die EEG-Umlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zur Förderung regenerativer Energieanteile.

Seit 2002 wird auch die KWK-Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz addiert, mit dem die Stromerzeugung mit Kraft-Wärme-Kopplung gefördert werden soll. 2012 kam die StromNEV-Umlage hinzu, die als Ausgleich für die Netzentgeltbefreiung großer Stromfirmen erhoben wird. Die Offshore-Umlage zur Förderung von Offshore-Windparks wurde 2013 hinzugefügt.

Neben diesen staatlichen Abgaben fallen noch eine Reihe an Steuern an.

Die Strom- bzw. Ökosteuer soll die klimapolitischen Ziele Deutschlands fördern und finanzieren.

Bei Kernkraftwerken fällt noch die Brennelementesteuer an, und auf alle Umlagen und Abgaben wird die Umsatzsteuer erhoben.

Entwicklung der Strompreise in Deutschland

Anstieg Strompreisentwicklung

© BerlinStock – Fotolia.com

Die Strompreise sind seit über 40 Jahren die am meisten ansteigenden Energiepreise in Deutschland.

Seit 1970 sind die Strompreise für Haushalte nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie um das Fünffache gestiegen, während er für Sonderabnehmer in Industrie und Wirtschaft seit Ende der 1980er Jahre stetig günstiger wurde.

Durch die Stromtarifverträge stiegen die durchschnittlichen Kosten für Privatkunden in Deutschland von umgerechnet 5 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 1970 auf über 25 Cent im Jahr 2012. Die Energiekosten für Gas und Öl entwickelten sich dagegen vergleichsweise moderat – von unter 5 Cent auf unter 10 Cent pro Kilowattstunde für denselben Zeitraum.