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Stromanbieterwechsel

Mit einem Stromanbieterwechsel kann jeder bares Geld sparen. Über eintausend Stromanbieter mit zahlreichen Tarifvarianten gestalten den deutschen Strommarkt. Dennoch wechseln nur knapp zwölf Prozent aller Privathaushalte in Deutschland den Stromanbieter.

Insbesondere Tarife in der Grundversorgung sind in der Regel verhältnismäßig teuer. Die Kündigung des Grundversorgungsvertrages ist binnen zwei Wochen möglich. Das Sparpotenzial ist hoch und eine Versorgungslücke brauchen Sie nicht zu befürchten.

Der Grundversorger ist der Energielieferant, der lokal die meisten Kunden mit Strom versorgt. Bemüht man sich nicht selber aktiv um einen Stromanbieter, wird man dem Grundversorger automatisch zugeordnet.

Mithilfe eines Stromrechners erhalten Sie schnell einen Überblick über verfügbare Angebote und können bei Bedarf direkt wechseln. Stromanbietervergleich und Wechsel sind dabei selbstverständlich kostenfrei.

1. Stromanbieterwechsel ohne Wechselgebühren und Versorgungslücken

In den letzten 20 Jahren ist der Stromanbieterwechsel einfach geworden. Die örtlichen Stromanbieter sind verpflichtet, die Lieferung ununterbrochen zu sichern – egal, wie oft Sie einen Stromanbieterwechsel durchführen. Das gilt auch bei Insolvenz Ihres neuen Strom Anbieters.

Für Sie als Strom Verbraucher entstehen bei einem Anbieterwechsel keine Wechselgebühren, und auch ein Zähleraustausch ist nicht notwendig.

Was in der "Stromnetzzugangsverordnung" im Amtsdeutsch formuliert ist, bedeutet für Sie als Verbraucher schlicht und einfach: Sie schauen, zu welchem Zeitpunkt Sie Ihren Stromanbieter kündigen können, suchen sich einen neuen Stromanbieter aus und teilen diesem mit, ab wann Sie von dort Strom beziehen möchten. Um alles Weitere kümmert sich in der Regel der neue Stromanbieter.

Energielieferanten finden Sie über den Stromvergleich auf wechseln.de. Dort geben Sie Ihre Postleitzahl und Ihren Jahresverbrauch aus der letzten Stromabrechnung ein. Innerhalb der Suchmaske können Sie verschiedene Optionen wählen und erhalten dann Angebote unterschiedlicher Stromanbieter, die die gewählten Optionen anbieten, angezeigt.

2. So einfach wechseln Sie Ihren Stromanbieter

Wenn Sie sich für einen neuen Stromanbieter entschieden haben, können Sie einen Wechsel sofort über unser Vergleichsportal vornehmen. Sie tragen einfach alle notwendigen Daten über das Online-Formular ein und übermitteln Ihren Antrag online zum neuen Strom Anbieter. So einfach ist es:

  1. Postleitzahl eingeben: Die Preise und Anbieter können lokal variieren, daher wird Ihre Postleitzahl benötigt.
  2. Personenanzahl festlegen: Wenn Sie Ihren genauen Stromverbrauch nicht kennen, hilft die Personenanzahl, einen ungefähren Verbrauchswert festzulegen.
  3. Verbrauch festlegen: Die Anbieter haben verschiedene Stromtarife im Angebot. Damit Sie einen passenden Tarif finden, ist die Angabe des jährlichen Verbrauchs hilfreich.

Für den Antrag benötigen Sie lediglich die Angaben zur Zählernummer, zum bisherigen Stromanbieter, Ihre alte Kundennummer und den Jahresverbrauch. Diese Angaben stehen in der letzten Abrechnung, die Zählernummer finden Sie auf dem Stromzähler.

Die Zahlungsmodalitäten sind im Stromvertrag festgehalten. In den meisten Fällen erteilen Sie dem Anbieter eine Einzugsermächtigung.

Ihrem alten Stromanbieter teilen Sie schriftlich, telefonisch oder online den Zählerstand am Tag des Wechsels mit. Der alte Stromanbieter erstellt eine Abschlussrechnung. Sie erhalten zu viel gezahlte Beträge erstattet oder bekommen einen Bescheid über eine Nachzahlung.

Nach kurzer Bearbeitungszeit Ihres neuen Stromvertrages erhalten Sie eine schriftliche Bestätigung zur Stromlieferung des neuen Anbieters.

Erachten Sie es für sinnvoll, können Sie in der Regel auch den neuen Stromanbieter mit der Kündigung des alten Anbieters beauftragen. Dafür fallen keine weiteren Kosten an.

3. Kündigungsfristen beim Stromanbieterwechsel

Achten Sie bei Abschluss eines Stromliefervertrages auf kurze Laufzeiten. Ein Jahr ist üblich, verlängern können Sie problemlos. Die Kündigungsfrist beträgt vertragsabhängig zwischen zwei Wochen und drei Monaten.

Der deutsche Gesetzgeber hat Folgendes festgelegt:

  • Im Fall von Strompreiserhöhungen durch den alten Stromanbieter haben Sie ein Sonderkündigungsrecht und können binnen mindestens zwei Wochen den Liefervertrag fristlos kündigen und den Stromanbieter wechseln. Das gilt für Preiserhöhungen beim Grundpreis ebenso wie für Erhöhungen des Entgelts für Kilowattstunden.
  • In allen anderen Fällen ohne vorangegangene Preiserhöhung beträgt die Kündigungsfrist bei Grundversorgungsverträgen zwei Wochen.
  • Bei Verträgen außerhalb der Grundversorgung liegt die reguläre Frist zur Kündigung vertragsabhängig bis zu drei Monate zum Ende der Laufzeit. Der bisherige Stromanbieter muss die Kündigung schriftlich bestätigen.

4. Sondertarife beim Stromanbieterwechsel

Einige Stromanbieter bieten Sondertarife an, die Sie genau unter die Lupe nehmen sollten. Strompakete sind in vielen Fällen beispielsweise wenig sinnvoll. Mit einem Strompaket erwerben Sie eine festgelegte Menge Strom, die Sie innerhalb der Vertragslaufzeit verbrauchen können.

Zwei Nachteile können sich für Sie daraus ergeben:

  • Sie verbrauchen weniger Strom, als im Paket enthalten ist, bezahlen aber den vollen Paketpreis.
  • Sie verbrauchen mehr Strom und bezahlen den Mehrverbrauch zu meist überteuerten Stromtarifen.

Üblich ist, dass Sie eine monatliche Abschlagszahlung leisten, deren Höhe im Stromliefervertrag festgehalten ist. Manche Stromanbieter legen eine viertel- oder halbjährliche Zahlungsweise fest.

Seltener wird die komplette Jahreszahlung verlangt. Bei Abweichung von der monatlichen Zahlungsweise bedenken Sie: Wird Ihr Stromanbieter insolvent, sind die vorab gezahlten Monatsabschläge wahrscheinlich verloren.

Für die Monate der Insolvenz müssen Sie die Abschläge dann noch einmal an den neuen Stromanbieter zahlen. Viele Anbieter locken mit Bonuszahlungen für Neukunden, deren Höhe je nach Stromanbieter unterschiedlich ist. Es gibt verschiedene Arten von Boni, zum Beispiel Neukundenboni, Sofortboni oder Wechselprämien.

Bonusabhängig gelten folgende Bedingungen:

  • Boni werden in der Regel nicht auf Ihr Konto überwiesen, sondern verrechnet. Sie haben also kein zusätzliches Haushaltsgeld zur Verfügung.
  • Einige Boni werden erst mit der letzten Zahlung des ersten Vertragsjahres oder mit der ersten des Folgejahres angerechnet. Ihr Stromvertrag muss also mindestens ein Jahr laufen, damit Sie in den Genuss der Gratifikation kommen. Wechseln Sie Ihren Stromanbieter vor Ablauf eines Jahres, verfällt der Bonus komplett.

5. Stromtarife mit Kaution

Die Zahlung einer Kaution, meist ein Monatsbetrag, nützt nur dem Stromanbieter. Die Kaution soll diesem als Sicherheit dienen, falls Sie einmal den Abschlag oder eine Nachzahlung bei einer Endabrechnung nicht zahlen.

Im Fall einer Insolvenz des Anbieters ist dieses Geld unwiderruflich verloren.

Ihr Nachteil als Stromkunde:

Der Stromanbieter muss die Kaution, anders als bei einer Mietkaution, nicht verzinsen. Zuweilen laufen Sie der Rückzahlung bei Vertragsende hinterher.

6. Stromkunden: Wechselzahlen stagnieren

Seit 1998 ist es in Deutschland möglich, den Stromanbieter frei zu wählen.

Derzeit wechseln im Jahr 11,8 Prozent der Privathaushalte den Stromanbieter, das entspricht etwa 5,5 Millionen Haushalten. So die Zahlen des Monitoringberichts 2018 von Bundeskartellamt und Bundesnetzagentur.

Die Zahlen steigen jährlich minimal an. Gemessen an den 47,2 Millionen Haushalten des Landes sind diejenigen, die sich für einen Stromanbieterwechsel entscheiden, deutlich in der Unterzahl.

Darauf weisen die Verbraucherzentralen hin:

Jeder Stromverbraucher hat ein gesetzlich zugesichertes Recht auf die ununterbrochene Energieversorgung. Selbst wenn das frei gewählte Versorgungsunternehmen Lieferschwierigkeiten bekommen sollte, beispielsweise aufgrund einer Insolvenz, gehen bei den Strom Kunden nicht die Lampen aus.

In diesem Fall ist der regionale Grundversorger für die Lieferung des Stroms verantwortlich.

7. Die richtige Laufzeit für Stromlieferverträge

Die Vertragslaufzeit definiert, wie lange Sie an einen Stromanbieter gebunden bleiben, sofern Sie kein Sonderkündigungsrecht nutzen. Gängig bei Stromlieferverträgen sind Laufzeiten von zwölf bis 24 Monaten. Halten Sie sich nur vorübergehend in einer Stadt auf, beispielsweise aus beruflichen Gründen, wählen Sie Tarife mit der entsprechenden Anzahl der Monate. Manche Stromanbieter bieten sogar Laufzeiten von nur zwei Wochen an. Suchen Sie einen Anbieter für Ihren festen Wohnsitz, entscheiden Sie sich für Laufzeiten zwischen zwölf und 24 Monaten.

8. Neukunden- und Wechselboni nicht entgehen lassen

Bei einem Stromanbieterwechsel gibt es oft attraktive Sofortboni, Willkommensboni und Wechselboni oder sogar Cashbackboni. Sie unterscheiden sich anbieter- und tarifabhängig in der Höhe und den Nutzungsbedingungen.

Der jeweilige Bonus ist bei den Stromanbietern unterschiedlich hoch. Oft wird er am Ende des ersten Vertragsjahres mit dem Guthaben oder einer Nachzahlung verrechnet. Ergibt sich ein Guthaben, weil Sie weniger Strom verbraucht haben, als durch die Abschlagszahlungen abgegolten, werden Boni zuweilen mit der ersten Abschlagszahlung des zweiten Vertragsjahres verrechnet.

Achtung: Eine Überweisung des Neukundenbonus auf Ihr Konto erfolgt im Regelfall nicht. Dieser wird nur im ersten Vertragsjahr gewährt, jedoch nicht im zweiten Jahr der Laufzeit.

9. Was sind Stromtarife mit Vorauskasse und Strompakete?

Stromtarife mit Vorauskasse sind Tarife, bei denen Sie andere Zahlungsweisen außer der monatlichen Abschlagszahlung wählen.

Achtung: Wenn Sie sich für viertel-, halbjährliche oder die Vorauszahlung für ein ganzes Jahr entscheiden, gehen Sie ein Risiko ein: Meldet der Stromanbieter Insolvenz an, besteht kaum eine Chance auf Rückzahlung. Sie haben durch andere Zahlungsweisen abweichend von der monatlichen Zahlung keinerlei Vorteile. Weder wird der Jahresbetrag reduziert, noch ergeben sich andere Vorteile aus der viertel- oder halbjährlichen Zahlung.

10. Wahl eines neuen Stromanbieters: Das gilt es zu beachten

Als Kunde haben Sie die freie Wahl Ihres Stromanbieters und können innerhalb weniger Minuten und Mausklicks einen Online-Vertrag abschließen.

Bei der Suche gibt es jedoch ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

  • Manche Billigstromanbieter locken Neukunden mit extrem niedrigen Tarifen, die per Vorkasse abgerechnet werden. Dabei wird erwartet, dass der Strom bereits für ein ganzes Jahr im Voraus bezahlt wird. Mit diesen Verträgen lässt sich oft viel Geld einsparen, aber es besteht auch ein gewisses Risiko. Geht der Stromanbieter pleite, ist in der Regel auch das Geld weg.
  • Hohe Bonuszahlungen, die als Lockangebot eingesetzt werden, lohnen sich langfristig nicht immer. Im ersten Jahr machen diese Wechselprämien zwar den Stromtarif erheblich günstiger, im zweiten Jahr ist der neue Stromanbieter im Vergleich mit anderen oft teurer.
  • Außerdem sollten sich Neukunden vertraglich nicht zu lange an einen Stromanbieter binden. Ein Jahresverträge sind ideal, um bei etwaigen Strom Preiserhöhungen schnell wieder wechseln zu können. Wer einen neuen Stromanbieter gefunden hat, sollte nach einem Jahr auch wieder vergleichen, ob es nicht mittlerweile preiswertere Stromtarife gibt.
  • Bei angekündigten Strom Preiserhöhungen greift das Sonderkündigungsrecht. Damit hat der Kunde die Möglichkeit, sich vor Inkrafttreten der Erhöhung einen neuen Stromanbieter zu suchen.

11. Stromanbieter wechseln: viele Vorteile

Dass ein Stromanbieter Wechsel hohe Einsparpotenziale bietet, ist zwar der größte Vorteil, aber nicht der Einzige.

Wer wechselt, erhöht den Wettbewerb auf dem Strommarkt und trägt damit indirekt dazu bei, dass Stromanbieter ihren Kunden möglichst günstige Strompreise bieten wollen, um sie zu halten.

Ein häufiges Wechseln des Stromanbieters kurbelt also den Wettbewerb an. Außerdem können sich Stromkunden bewusst für einen Anbieter entscheiden, den sie unterstützen möchten. So gibt es immer mehr Menschen, die sich aktiv am Atomausstieg beteiligen möchten.

Durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter ist es möglich, die Energiewende voranzutreiben.

Oft liegen die Angebote dieser Energieanbieter noch unter den Stromtarifen der regionalen Grundversorger.

Jedoch gibt es auch bei Ökostrom Tarifen Unterschiede:

Wer sich für einen Ökostromanbieter entscheiden möchte, der nachhaltig wirtschaftet und keine Beteiligungen an Atomkonzernen hat, sollte bei der Auswahl auf gewisse Zertifizierungen achten.

Das Grüner-Strom-Label, das TÜV-Zertifikat oder das OK-Power-Label kann bei der Auswahl eines nachhaltigen Ökostrom Anbieters behilflich sein.

12. Strompreisentwicklung in Deutschland

Der Strompreis ist in Deutschland über die vergangenen zehn Jahre stark angestiegen. Im Gegensatz zum Jahr 2000 hat sich der Preis pro Kilowattstunde Strom bis heute verdoppelt.

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass sich der Strompreis aus folgenden Faktoren zusammensetzt: Stromeinkauf, Netzentgelte, Ökostrom-Umlagen sowie Steuern und Abgaben.

Grundversorgungstarife kosten laut Monitoringbericht 2018 aktuell 31,49 Cent pro Kilowattstunde (kWh). Sie sind damit durchschnittlich teurer als andere Tarife beim Grundversorger (31,49 Cent pro kWh) oder anderen Anbietern (29,05 Cent pro kWh).


Stromhandel an der Börse

Zunächst kaufen Stromanbieter bei Stromerzeugern große Stromkontingente ein, um diese an ihre Kunden weiterverkaufen zu können. Der Einkaufspreis des Stroms ist also ein fester Bestandteil des Nutzungspreises.

Die Strombeschaffung selbst macht laut Monitoringbericht 2018 etwa 21 Prozent des Preises aus. Dazu kommen noch die Kosten für Service und Vertrieb, die gut knapp 23 Prozent des gesamten Strompreises ausmachen.

Maßgeblichen Einfluss auf den Einkaufspreis des Stroms hat die Leipziger Strombörse.

Diese ist der europäische Handelsplatz, auf dem Strom an- und verkauft wird. Dort beteiligen sich diverse europäische Länder an dem Geschäft mit Kohle, Gas und Emissionszertifikaten. Allerdings wird nicht aller Stroms tatsächlich an der Börse gehandelt.


Netzentgelte und Ökostrom-Umlagen

Der Hauptteil des Strompreises entfällt auf Netznutzung, Steuern und Transportkosten. Netzentgelte sind zu rund 25 Prozent an der Strompreisbildung beteiligt.

Das Netzentgelt ist die Gebühr, die ein Versorger für die Durchleitung des Stromes durch das Netz bezahlen muss. Abhängig von der Strommenge, die durch das Netz fließt, wird ein Netznutzungsentgelt berechnet.

Die Bundesnetzagentur überprüft und reguliert diese Entgelte.

Auch die Produktion von Ökostrom wirkt sich auf die Strompreisbildung aus. Alle Stromkunden müssen sich an der sogenannten EEG-Umlage beteiligen. Diese sieht das "Erneuerbare Energien-Gesetz" vor, nach dem Versorger erneuerbare Energien in das Netz einbringen müssen.

Die Erzeuger, beispielsweise aus den Bereichen der Wind- oder Solarenergie, erhalten für ihren produzierten Strom eine staatlich festgelegte Mindestvergütung.

Diese ist weitaus höher als die Kosten für herkömmlichen Strom. Kunden müssen für diese Mehrkosten aufkommen.

Die EEG-Umlage macht deshalb 23,1 Prozent des Strompreises aus.


Konzessionsabgabe

Neben der Stromsteuer, die 5,6 Prozent des Preises ausmacht, kommt eine Konzessionsabgabe von hinzu, die rund acht Prozent beträgt.

Diese ist für Gemeinden und Städte gedacht, deren Infrastruktur für die Stromverteilung genutzt wird.

Nach Schätzungen von Experten wird der Strompreis auch in Zukunft weiterhin ansteigen. Allerdings gibt es durch Anbieterwechsel die Möglichkeit, auf günstigere Stromtarife zurückzugreifen.


Steigerung der Strompreise um 70 Prozent

Einer Studie zufolge sollen die Stromkosten aufgrund der Energiewende bis 2025 um 70 Prozent ansteigen.

So die Bilanz des Karlsruher Instituts für Technologie, das mit der Studie von der Industrie- und Handelskammer Baden-Württemberg beauftragt wurde. Demnach sind laut Experten auch Kosten des Atomausstieg und erneuerbarer Energien dafür verantwortlich.

Andere Experten meinen, dass die Energiekonzerne Strompreissenkungen am Markt nicht an ihre Kunden weitergeben. Dadurch erwirtschaften sie schätzungsweise drei Milliarden Euro für überhöhte Stromrechnungen.

Auch die Tatsache, dass große Wirtschaftsunternehmen von der EEG-Umlage ausgenommen sind, wirkt sich in den Augen der Kritiker negativ auf die Preise für Privatnutzer sowie kleine und mittelständische Unternehmen aus.


Ideen gegen steigende Strompreise

Politiker streiten darüber, wie die Strompreise dauerhaft auszubremsen sind. Verbraucherschützer schätzen, dass jährlich bis zu 600.000 Kunden der Strom abgestellt wird. Viele können ihre Rechnung nicht mehr bezahlen.

Einige Fachleute machen vor allem den mangelnden Wettbewerb zwischen den großen Stromanbietern für den überhöhten Strompreis verantwortlich.

Auch die Argumentation, dass die Ökostrom-Umlage hauptsächlich an der stetigen Preiserhöhung beteiligt ist, weisen sie zurück. Seit 2002 sind die Preise stark gestiegen und nur ein Teil des Mehrpreises machen Umlagen aus.

Es lohnt sich also, den Wettbewerb anzukurbeln und überteuerten Stromanbietern den Rücken zuzuwenden. Neue Anbieter liegen häufig mit ihren Tarifen pro Kilowattstunde unter denen der regionalen Anbieter.

13. Häufige Fragen zum Stromanbieterwechsel

Hier finden Sie wichtige Themen im Überblick:

Der Strompreis setzt sich aus einem Grundpreis und einem Arbeitspreis zusammen.

Generell beinhaltet der Strompreis die Entgelte für die Netznutzung, die Bereitstellung von Strom, Steuern und Umlagen.

Der Grundpreis bleibt jeden Monat gleich. Der Arbeitspreis bezeichnet die Kosten für eine Kilowattstunde Strom, die Sie verbrauchen.

Die EEG-Umlage, auch Ökostrom-Umlage genannt, wird von jedem privaten Stromkunden erhoben. Sie ist Bestandteil des Strompreises und beträgt derzeit 23,1 Prozent des Strompreises aus (Stand 2018).

Die Umlage wird dazu genutzt, die Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien zu fördern.

Langfristiges Ziel ist es, Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien zu fördern und die Nutzung der Atomenergie zu beenden. Außerdem wird eine größere Unabhängigkeit von ausländischen Energielieferanten angestrebt.

Dazu trägt die EEG-Umlage bei.


Ja.

Jeder Stromkunde hat die freie Wahl, von welchem Lieferant er Strom beziehen möchte.

Grundversorgungsverträge können Sie binnen zwei Wochen kündigen. Kündigungsfristen anderer Anbieter entnehmen Sie einfach Ihrem Liefervertrag. Bei Preiserhöhungen haben Sie ein Sonderkündigungsrecht.

Am einfachsten und schnellsten finden Sie einen günstigen Anbieter über unseren Stromvergleichsrechner im Internet.

Dort geben Sie Ihre Postleitzahl und den letzten Jahresverbrauch an. Ihr Verbrauch steht in der letzten Jahresabrechnung. Sie können mithilfe verschiedener Filter, etwa zu Vertragslaufzeiten, Zahlungsweisen und Stromart (Ökostrom oder normaler Strom) Ihre Suche nach einem günstigen Stromanbieter verfeinern.

Haben Sie alle Angaben gemacht, sind Sie nur einen Klick von einer Übersicht über passende Angebote entfernt. Sie sehen dort auf einen Blick den neuen Jahrespreis, die Ersparnis gegenüber Ihrem aktuellen Grundversorger und weitere Angaben, die Sie bei einem Wechsel bedenken sollten.

Das sind zum Beispiel Kündigungsfristen und Laufzeiten, aber auch die Möglichkeit, von Anbietern einen Bonus zu erhalten.

Sagt Ihnen ein Angebot zu, klicken Sie dieses an und können dann direkt einen Wechsel beauftragen.

Nein.

Sie können auch telefonisch oder schriftlich den Wechsel durchführen.

Der Stromanbieterwechsel online geht allerdings wesentlich schneller. Sie ersparen sich zeitraubende Anfragen bei Anbietern und haben außerdem einen kompakten Überblick über Wechselalternativen, die zu Ihnen passen.

Die Risiken sind sehr gering und können von Ihnen als Verbraucher selbst minimiert werden.

Sie müssen zudem nie befürchten, dass Sie plötzlich ohne Strom dastehen.

Bei einem Wechsel gibt es keine Bauarbeiten, und auch Ihr Zähler bleibt an der gewohnten Stelle.

Selbst wenn sich die Absprachen zwischen neuem und altem Lieferanten verzögern, geht das nicht zu Ihren Lasten: Der örtliche Grundversorger (das sind meist die Stadtwerke) sichern Ihre Versorgung mit Strom, bis Ihr neuer Strompartner die Lieferung aufnimmt.

Ihr Risiko liegt in einer möglichen Insolvenz des neuen Stromlieferanten. Doch dem können Sie durch geschickte Optionen beim Vertragsabschluss vorbeugen:

Entscheiden Sie sich für monatliche Abschlagszahlungen und gegen einen längeren Zahlungsturnus.

Haben Sie Abschläge im Voraus entrichtet, ist Ihr Geld bei einer Anbieterinsolvenz verloren und Sie haben zusätzlich die Abschläge beim neuen Lieferanten. Monatliche Zahlungen begrenzen dieses Risiko.

Aus dem gleichen Grund sollten Sie keine Tarife mit Kautionszahlung wählen. Die Kaution ist lediglich eine Sicherheit für den Stromanbieter, wenn Sie als Kunde einen Abschlag oder mehrere Zahlungen nicht leisten.

Geht der Anbieter in Insolvenz, steht die Chance auf Rückzahlung der Kaution schlecht. Auch eine Verrechnung mit einer Abschlagszahlung ist in diesem Fall nicht mehr möglich. Lesen Sie daher genau die Angebote.

Nutzen Sie den Vergleichsrechner auf Wechseln.de, um einen seriösen Stromanbieter zu finden.

Unternehmen, die Angebote bei uns präsentieren, werden von uns nachhaltig und eingehend geprüft.

Generell gilt: Achten Sie auf Kriterien, die für Seriosität stehen – zum Beispiel kurze Laufzeiten, kautionsfreie Tarife und eine ehrliche Preisgarantie.

Ja.

Der Stromanbieterwechsel kostet Sie keinen Cent – und zwar unabhängig davon, ob Sie diesen online oder auf anderen Wegen durchführen.

Selbstverständlich ist auch der Vergleichsrechner auf Wechseln.de für Sie komplett kostenfrei. Sie können sich alle Angebote in Ruhe ansehen und sind nicht verpflichtet, einen Stromliefervertrag abzuschließen.

Unter Einhaltung der Kündigungsfristen können Sie Ihren Stromanbieter so oft wechseln, wie Sie möchten.

Auch der mehrfache Wechsel bleibt für Sie kostenlos.

Auf Wunsch übernimmt Ihr neuer Anbieter für Sie in vielen Fällen die Kündigung.

Je nach der Länge Ihrer Kündigungsfrist ist es zuweilen ratsam, die Kündigung selber per Einschreiben durchzuführen.

Nein.

Ganz gleich, wie oft und zu welchem Anbieter Sie wechseln:

Der örtliche Grundversorger ist gesetzlich verpflichtet, Ihnen durchgehend Strom zu liefern.


Stellen Sie die Abschlagszahlungen an den Lieferanten sofort ein, wenn Sie Kenntnis von der Insolvenz erhalten. Vorauszahlungen erhalten Sie in der Regel nicht zurückerstattet. Im Idealfall entscheiden Sie sich deshalb gegen einen Stromliefervertrag mit Vorauskasse.

Es wird jedoch keinen Stromausfall geben.

Der örtliche Grundversorger ist zur Stromlieferung verpflichtet und springt für den insolventen Lieferanten ein. Der Grundversoger informiert Sie schriftlich von dieser Maßnahme und unterbreitet Ihnen gleichzeitig ein Tarifangebot.

Wir empfehlen Ihnen, zunächst die Sicherheit durch die Grundversorgung zu nutzen und über unseren Vergleichsrechner online nach einem besseren Angebot zu suchen.

Der von Ihnen gewählte Stromanbieter kontaktiert dann in der Regel den Grundversorger und kümmert sich um die Kündigung.

Selbstverständlich können Sie auch nach der Nutzung des Vergleichsrechners alles so lassen, wie es ist.

Schließlich steht Ihnen frei, ob Sie Ihren Stromanbieter wechseln. Wenn Sie nicht wechseln wollen, unternehmen Sie einfach gar nichts.

Aber wollen Sie wirklich Geld verschenken?

Nutzen Sie Vergleichsrechner für Stromtarife. In den meisten Fällen finden Sie einen Anbieter, der günstiger ist als Ihr aktueller Versorger.

So können Sie bis zu mehrere Hundert Euro im Jahr sparen.

Ihr Jahresverbrauch ist auf der letzten Abrechnung Ihres Stromlieferanten verzeichnet.

Wenn Sie einen neuen Anbieter über unseren Vergleichsrechner suchen, ist der Jahresverbrauch eine wichtige Angabe, um den passenden Tarif für Sie zu finden.

Haben Sie die Abrechnung gerade nicht zur Hand, können Sie sich auch an den Richtwerten orientieren, die wir für Sie eingestellt haben.

Wenn Sie von Ihrem aktuellen Stromanbieter zu einem neuen Lieferanten wechseln, erhalten Sie von verschiedenen Versorgern ein Willkommensgeschenk, den sogenannten Neukundenbonus. Die Höhe variiert von Anbieter zu Anbieter.

Es gibt zudem Willkommensboni, Cashback, Wechselboni und Sofortboni, die sich in ihrer Höhe und den Modalitäten unterscheiden.

In den Angeboten unseres Vergleichsrechners finden Sie die exakte Höhe der Boni. Wenn Sie innerhalb eines Stromunternehmens nur die Tarife wechseln, gibt es üblicherweise keinen Neukundenbonus.

Der Neukundenbonus wird im Allgemeinen am Ende des ersten Vertragsjahres mit der Jahresabrechnung verrechnet. So kann sich eine Nachzahlung in ein Guthaben verwandeln.

Doch Vorsicht: Diesen Betrag erhalten Sie nicht als Auszahlung.

Das Guthaben wird mit der ersten Abschlagszahlung für das kommende Jahr verrechnet.

Ausnahme bilden die Sofortboni. Hier bekommen Sie als Dankeschön für den Wechsel einen Betrag auf Ihr Konto überwiesen.

Zudem gibt es unterschiedliche Cashback- und Wechselboni. Studieren Sie deshalb die Angebote genau, um passende Sparangebote zu finden.

Der Neukundenbonus gilt ausschließlich für das erste Vertragsjahr. Im zweiten Jahr und in den weiteren Vertragsjahren erhalten Sie keine Boni.

Wenn Sie allerdings nach einem Jahr wieder Ihren Stromanbieter wechseln, profitieren Sie bei Ihrem neuen Anbieter erneut vom Neukundenbonus.

Es liegt bei Ihnen, für welchen Turnus Sie sich entscheiden.

Unser Tipp: Wählen Sie die monatliche Abschlagszahlung.

Damit sind Sie auf der sicheren Seite, falls der Anbieter insolvent gehen sollte. Wenn Sie länger im Voraus zahlen, geht Ihnen dieses Geld im Falle der Insolvenz verloren.

Das möchten wir gerne an einem Rechenbeispiel verdeutlichen:

Angenommen, der Preis für Strom beträgt 30 Cent pro Kilowattstunden, die Grundgebühr 5 Euro pro Monat.

Bei einem jährlichen Verbrauch von 2.500 Kilowattstunden sieht Ihre Rechnung dann so aus:

30 Cent multipliziert mit 2.500 plus 5 Euro mal 12 Monate, also insgesamt 810 Euro.

Diese Summe ist der Jahresbetrag, den Sie für Strom zahlen (ohne Neukundenbonus).

Teilen Sie nun 810 Euro durch elf Abschlagszahlungen – dieses ist der Regelfall bei den Anbietern – bei monatlicher Zahlungsweise, ergibt sich rechnerisch ein monatlicher Abschlag von 73,64 Euro.

Dieser Betrag wird dann gerundet.

Die Höhe des monatlichen Abschlags steht im Stromliefervertrag Ihres Anbieters.

Wir empfehlen Ihnen als Laufzeit des Stromliefervertrages maximal zwölf Monate, damit Sie bei Bedarf zu einem neuen Anbieter wechseln können und gleichzeitig von einem der vielen Neukunden- und Sofortboni profitieren können.

Sie können trotzdem zum ersten Tag des zweiten Vertragsjahres kündigen und sich einen günstigeren Anbieter suchen, wenn Sie dies wünschen. Der Bonus wird dann mit der Endabrechnung verrechnet.

Die Preisgarantie oder Preisfixierung bedeutet für Sie als Verbraucher:

Unabhängig von der Marktentwicklung kann der Stromanbieter seine Lieferpreise für Strom nicht erhöhen.

Tut er dies doch, haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Die Preisgarantie wird von den meisten Anbietern für das erste Vertragsjahr gewährt.

Einige Stromlieferanten bieten die Preisgarantie auch einen oder zwei Monate über das erste Jahr hinaus an. Vergleichen Sie die Angebote.

Für einen Pakettarif entscheiden Sie sich, wenn Sie in den letzten Jahren einen konstanten Stromverbrauch hatten und Ihr Verbrauchsverhalten sich voraussichtlich nicht entscheidend ändern wird, wenn die Personenzahl in Ihrem Haushalt sich vermutlich nicht ändern wird oder wenn Sie nicht vorhaben, eine neue sparsame Heizung einbauen oder Elektrogeräte durch energieeffiziente Modelle ersetzen

Ein Pakettarif kann Ihnen durchaus finanzielle Vorteile bieten.

Bedenken Sie aber, dass Sie den vollen Paketpreis auch dann bezahlen, wenn Sie weniger Strom verbrauchen, als das Paket beinhaltet.

Verbrauchen Sie mehr Strom, als Sie im Paket gekauft haben, zahlen Sie meist hohe Tarife für den Mehrverbrauch.

Die Kaution dient dem Stromanbieter als Sicherheit gegenüber dem Kunden, um die Zahlung der Abschläge abzusichern, ähnlich einer Mietkaution. Wenn Sie Ihrem Stromanbieter eine Einzugsermächtigung erteilen, das Lastschriftverfahren nutzen oder einen Dauerauftrag für die monatliche Abschlagszahlung einrichten, können Sie die Zahlung nicht vergessen.

Dies kann jedoch durchaus passieren, wenn Sie jeden Monat manuell eine Überweisung vornehmen. Ihr Anbieter wird die fehlende Zahlung sicher anmahnen, und Sie zahlen dann etwas verspätet. Auch wenn wegen mangelnder Deckung die Abbuchung nicht erfolgen kann, bekommen Sie eine Zahlungserinnerung.

Die Kaution nützt demnach nur dem Stromanbieter. Geht der Anbieter in Insolvenz, stehen die Chancen auf Rückzahlung der Kaution schlecht. Auch eine Verrechnung mit einer Abschlagszahlung ist in diesem Fall nicht mehr möglich.

Unser Tipp: Wählen Sie einen Tarif ohne Kaution.

14. Stromtarife Vergleich: der Weg zum Durchblick

Für Laien und selbst für manche Experten ist der Strommarkt ein Dickicht aus Hunderten Anbietern und noch mehr verschiedenen Stromtarifen.

Wer einen günstigen Stromanbieter finden will, muss dafür aber nicht schriftlich Angebote einholen oder sich in Callcentern nach dem besten Stromtarif erkundigen.

Der schnellste und einfachste Weg ist ein Stromtarifvergleich mit einem Online-Vergleichsrechner wie auf unserer Seite.


Stromtarife regelmäßig vergleichen

Stromtarife unterliegen Preisschwankungen. Ergibt sich heute kein günstiger Tarif im Vergleich zu den aktuellen Abschlägen für Sie, so kann das übermorgen schon ganz anders aussehen.

Ihr Vorteil: Sie müssen nicht auf einen Anlass zum Wechsel warten wie etwa einen Umzug oder eine Tariferhöhung Ihres Stromversorgers. Sie können unter Einhaltung der Kündigungsfrist jederzeit Ihren Stromanbieter wechseln.

Halten Sie sich auf dem Laufenden, indem Sie die Stromtarife über den Vergleichsrechner regelmäßig prüfen. So schnappen Sie sich ein günstiges Angebot, mit dem Sie viel Geld sparen.

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