Regelungen und Fristen beim KFZ-Versicherungswechsel

KFZ Sonderkündigungsrecht

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Das Auto ist nicht nur teuer in seiner Anschaffung, auch die laufenden Nebenkosten belaufen sich auf einen stolzen Posten.

Bares Geld sparen Sie, wenn Sie Versicherungstarife vergleichen und zu einem günstigen Anbieter wechseln.

Wechseln.de liefert dazu einen aussagekräftigen Vergleich. Welche Regelungen und Fristen dabei zu beachten sind, erfahren Sie hier.

Wann ist ein KFZ-Versicherungswechsel möglich?

Als Verbraucher haben Sie auf die meisten Preisentwicklungen wenig direkten Einfluss. Neben den stetig steigenden Spritkosten, der jährlichen KFZ-Steuer, eventuellen Reparaturen und Instandhaltungen, kommt die unabdingbare Versicherung des Fahrzeuges hinzu. Hier haben Sie ein breites Spektrum an Angeboten.

Mit einem Wechsel der KFZ-Versicherung sind hohe Einsparungen möglich.

Im Grunde können Sie den Anbieter einmal im Jahr wechseln. Denn die meisten Verträge laufen bis zum 31.12. Erfolgt hier keine fristgerechte Kündigung, verlängert sich der Vertrag automatisch um ein Jahr.

Falls Sie diesen Termin verpasst haben, bestehen auch außerhalb dieses Datums Sonderfälle, die eine außerordentliche Kündigung rechtfertigen. Dazu zählt eine Beitragserhöhung, ein Fahrzeugwechsel oder ein Schadensfall.

Achten Sie auf die Formalitäten des Schreibens und vermeiden Sie damit Missverständnisse sowie eventuelle Verzögerungen:

  • Die Kündigung bedarf einer schriftlichen Form.
  • Geben Sie Ihre Versicherungsnummer, KFZ-Zeichen, Name und Anschrift zu Ihrer eindeutigen Identifizierung an.
  • Erläutern Sie kurz und knapp den Kündigungsgrund: „Ordentliche Kündigung zum 31.12.(Jahr)“ oder „Kündigung aufgrund der Beitragserhöhung vom (Datum)“.
  • Fordern Sie den Versicherungsgeber auf, Ihre Kündigung schriftlich zu bestätigen. So vergewissern Sie sich, dass Ihr Anliegen bearbeitet wurde.
  • Einen Nachweis für das Versenden des Schreibens bekommen Sie, wenn Sie die Post per Einschreiben mit Rückschein versenden.
  • Achten Sie auf die Kündigungsfrist! Es gilt immer das Eingangsdatum beim Empfänger. Am besten, Sie versenden Ihre Unterlagen mit einem Zeitpuffer von drei bis vier Tagen.

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Sonderkündigungsregel bei Beitragserhöhung

Eine Beitragserhöhung rechtfertigt eine außerordentliche Kündigung.

Die Voraussetzung ist dabei, dass sich an den Leistungen der Versicherungsgesellschaft nichts geändert hat. Die Beitragserhöhung darf nicht von Ihnen verschuldet sein, zum Beispiel durch einen Schadensfall und dadurch eine Abstufung in eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse.

Ein Versicherungswechsel ist ebenfalls möglich, wenn das Fahrzeug in eine teurere Typ- und Regionalklasse eingestuft wurde.

Die Einstufung erfolgt nach der Unfallhäufigkeit, die jährlich von der Deutschen Versicherungswirtschaft festgelegt wird. Die Versicherungsgesellschaft muss die Einstufungen nicht übernehmen, es ist aber ein gängiger Richtwert.

Eine neue Einstufung der Typklasse erfolgt aufgrund von erhöhter Unfallrate des Typs. Treten vermehrt Unfälle des Fahrzeugtyps an einem Ort auf, wird die Regionalklasse höher eingestuft.

Ausnahme:

Das Sonderkündigungsrecht fällt weg, wenn Sie den Wohnort gewechselt haben und hier der Fahrzeugtyp in einer anderen Regionalklasse eingestuft ist.

Das Schreiben muss innerhalb eines Monats nach Bescheiderhalt über die Beitragserhöhung bei der Versicherungsgesellschaft eingegangen sein.

Die Kündigung erfolgt zu dem Termin, sobald die Beitragserhöhung wirksam ist.

Autoversicherung wechseln beim Fahrzeugwechsel oder einer Neuzulassung

Autoversicherung wechseln

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Bei einem Fahrzeugkauf kündigen Sie den alten Vertrag mit einem Sonderkündigungsrecht.

Denn Sie sind nicht verpflichtet, Ihr neues Fahrzeug beim alten Anbieter versichern zu lassen.

Die Kündigung erfolgt automatisch mit der Abmeldung des alten Fahrzeugs. Dies ist die unkomplizierteste aller Kündigungen und bedarf keiner weiteren Formalitäten.

Empfehlenswert ist jedoch, Ihre alte Versicherung über den Verkauf des Autos schriftlich zu informieren. Der neue Besitzer Ihres Kraftfahrzeuges übernimmt automatisch Ihre alte Police.

Um sich vor möglichen Schadensfällen zu schützen, ist es deshalb empfehlenswert, Ihr voriges Versicherungsunternehmen persönlich über die geänderte Situation in Kenntnis zu setzen.

Für Ihr neues Fahrzeug schließen Sie mit der Neuzulassung einen neuen Vertrag bei einem günstigeren Anbieter ab.

Autoversicherung wechseln im Schadensfall

Häufig wird nach einem Unfall die Schadensfreiheitsklasse ungünstig eingestuft. Dies passiert erst bei der nächsten Hauptfälligkeit. Der vielleicht überteuerte Versicherungstarif wird dann noch kostspieliger.

Bei einem Schadensfall können Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen.

Dabei ist es gleich, ob die Regulierung zu Ihren Gunsten oder nicht erfolgt ist. Sobald Ihnen der Bescheid über die Schadensregulierung vorliegt, haben Sie vier Wochen Zeit, das Kündigungsschreiben dem Versicherungsgeber vorzulegen.

Die Kündigung tritt mit der Schadensregulierung in Kraft. Vor 2008 war dieses Sonderkündigungsrecht für den Kunden sehr ungünstig. Denn das Versicherungsunternehmen hat den vollen Jahresbeitrag, trotz des aufgelösten Verhältnisses, berechnet. Seit 2008 ist der Versicherungsgeber dazu verpflichtet, den Differenzbetrag zu erstatten.

Autoversicherung Wechselfrist 30.11. eines Jahres

Haben Sie einen günstigeren Tarif gefunden und tritt kein Sonderfall auf Sie zu, so kündigen Sie Ihre Versicherung im Rahmen einer ordentlichen Kündigung zum 31.12.

Entsprechend der einmonatigen Kündigungsfrist sollte das Kündigungsschreiben spätestens zum 30.11. bei der Versicherungsgesellschaft eingegangen sein.

Sichern Sie sich ab und senden die Kündigung mehrere Tage zuvor raus, da der Eingangsstempel zählt. Wenn Sie den Vertrag im ersten Versicherungsjahr kündigen, ist der Versicherungsgeber berechtigt, einen teuren Kurztarif für das abgelaufene Jahr nachträglich zu berechnen. Deshalb ist es nicht ratsam, den Vertrag im ersten Versicherungsjahr zu kündigen.

Bevor Sie sich für einen Wechsel entscheiden, überprüfen Sie noch einmal Ihren aktuellen Vertrag. Das Versicherungsjahr muss mit dem Kalenderjahr nicht übereinstimmen. So kann es sein, dass Ihr Vertrag unter dem Jahr ausläuft und vom Stichtag 30.11. abweicht.