Energiewende 2016: Kritik von Verbaucherschützern

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21.04.2016
Energiewende 2016

Smart Meter: hohe Kosten, wenig Datenschutz?

Die Digitalisierung der Energiewende wird konkreter. Verbraucherschützer haben allerdings bezüglich der geplanten Nutzung intelligenter Stromzähler Bedenken. Sie halten diese für zu teuer, der potentielle Nutzen sei zudem ungewiss. Das berichtet die Wochenzeitung Das Parlament.

Letzte Woche befassten sich Fachleute in einer Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie mit der Energiewende, schreibt das-parlament.de, Der Gesetzesentwurf zur Digitalisierung sei positiv bewertet worden, umstritten sei unter Verbraucherschützern jedoch die Nutzung des Smart Meter.

Steuerung des Stromverbrauchs durch intelligente Messsysteme

Diese intelligenten Stromzähler sollen auch in privaten Haushalten installiert werden. Sie seien essentiell, „um die umweltfreundliche Erzeugung von Energie und deren Nutzung in Industrie, im Verkehr und in den Haushalten auf intelligente Weise miteinander zu vernetzen, Energieeinsparpotenziale zu generieren und die Energieeffizienz deutlich zu steigern“, fasst die Wochenzeitung das Argument von Tim Bagner vom Deutschen Städtetag zusammen.

Kosten für Privathaushalte: bis zu 100 € pro Jahr

Private Haushalte müssten für den Einsatz der Messzähler laut Gesetzesentwurf bis zu 100 € zahlen, schreibt die Zeitung. Die Nutzung berge jedoch auch Energie- und Preissparpotential, so die Ansicht von Peter Heuell aus dem Vorstand des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Smart Meter sind für Privathaushalte Pflicht

Verbraucher könnten nicht selbst entscheiden, ob sie den intelligenten Stromzähler wollen oder nicht, nur für Kunden mit einem Jahresverbrauch von maximal 6.000 kWh sei „kein flächendeckender Pflichteinbau vorgesehen“, erläutert Das Parlament und zitiert Johanna Kardel von der Verbraucherzentrale Bundesverband. Diese bezeichnet den Gesetzesentwurf als „ungerechtfertigten Eingriff in die Verbrauchersouveränität“ und kommentiert, auf Haushaltebene würden die Smart Meter wohl weder Energiewende noch Netzeffizienz wesentlich fördern.

Verbraucherschützer sähen „die Verwendung der Daten“ zudem mit Sorge, so Das Parlament.

Holger Loew vom Bundesverband Erneuerbare Energien kritisierte laut der Wochenzeitung zudem, dass Stromerzeugungsanlagen entsprechend des Gesetzesentwurfs Geräte installieren müssten, die bis dato nicht einmal bestellt werden könnten und die es faktisch noch nicht gebe.

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