Die Mitnahme der alten Rufnummer ist unkompliziert

Wenn Sie einen neuen Vertrag bei einem anderen Telefonanbieter abschließen, möchten viele Kunden ihre alte Rufnummer gerne behalten. Wechseln.de zeigt Ihnen, was Sie bei der Mitnahme beachten sollten.

Wird der Telekommunikationsanbieter gewechselt, ändert sich bei der normalen Vorgehensweise auch die Rufnummer. Dieser Rufnummernwechsel ist in vielen Fällen mit großem Aufwand verbunden. Vor allem im gewerblichen Bereich ist es beinahe unmöglich, alle Kunden und Geschäftspartner über den Wechsel zu informieren. Die bequemste Lösung ist, im Rahmen eines Anbieterwechsels die bisher gewohnte Rufnummer mitzunehmen.

Was Sie bei der Mitnahme der Rufnummer beachten sollten

Die Portierung bzw. Mitnahme einer Rufnummer ist bei Festnetzanschlüssen genauso möglich wie bei Mobiltelefonen. Auch Prepaid-Kunden können die bestehende Telefonnummer problemlos mitnehmen. Seit Mai 2012 kann die aktuelle Rufnummer noch während eines mit dem alten Anbieter bestehenden Vertragsverhältnisses zum neuen Anbieter portiert werden. Die laufenden Entgelte müssen bis zum Vertragsende entrichtet werden. Auf Ihren Wunsch ist der alte Betreiber dazu verpflichtet, Ihnen für den Rest der Vertragslaufzeit eine neue Mobilfunknummer zuzuteilen. Viele Anbieter tun dies schon automatisch nach der erfolgten Portierung.

Für die Mitnahme der Rufnummer sind folgende Dinge zu beachten:

  • Die Kundendaten müssen beim alten und neuen Anbieter identisch sein. Überprüfen Sie Name, Geburtsdatum und Rufnummer bei beiden Anbietern. Hat sich beispielsweise der Nachname durch Heirat oder Scheidung geändert, muss dies vor der Antragstellung korrigiert werden.
  • Soll die Rufnummer nach Vertragsende portiert werden, achten Sie auf die fristgerechte und formell korrekte Kündigung.
  • Als Prepaid-Kunde müssen Sie eine Verzichtserklärung beim alten Anbieter einreichen.
  • Achten Sie als Prepaid-Kunde darauf, dass sich mindestens der für die Portierung zu zahlende Betrag als Guthaben auf Ihrem Konto befindet.
  • Die Portierung wird am mitgeteilten Termin zwischen 0.00 Uhr und 6.00 Uhr durchgeführt. Zu diesem Zeitpunkt sind Sie nicht erreichbar!

Solange eine Rufnummer im Rahmen eines Vertrages verwendet wird, kann sie nicht portiert werden. Daher kann der Mitnahmeantrag für die Rufnummer beim neuen Anbieter erst mit der schriftlichen Bestätigung über das Vertragsende durch den alten Telekommunikationsdienstleister gestellt werden. Die Frist für die Stellung eines Mitnahmeantrages ist mit 123 Tagen vor Ende der Vertragslaufzeit und spätestens vier Wochen (31 Tage) nach Vertragsablauf festgesetzt.

So kündigen Sie den alten Anschluss richtig

Verträge mit vorgegebener Vertragslaufzeit müssen spätestens drei Monate vor Ende gekündigt werden. Wird diese Frist versäumt, kommt es zu einer automatischen Verlängerung. Sinnvoll ist es, den Vertrag nicht exakt drei Monate vorher zu kündigen, sondern für einen zeitlichen Spielraum von zwei bis drei Wochen zu sorgen. So werden eventuelle zeitliche Verzögerungen im Posteingang des Unternehmens oder auf dem Postweg aufgefangen.

Folgende Details sind bei der Kündigung zu beachten:

  • Kündigen Sie schriftlich – im besten Fall auf dem Postweg mit Einschreiben und Rückschein.
  • Informieren Sie sich bei Ihrem Anbieter, ob ein Kündigungsformular zum Download bereit steht.
  • Einforderung der schriftlichen Kündigungsbestätigung durch den Anbieter.

Haben Sie die Kündigung korrekt durchgeführt, steht dem Wechsel des Anbieters unter Mitnahme der Rufnummer nichts mehr im Wege.