Die vier großen Mobilfunkanbieter

In Deutschland gibt es vier große Mobilfunkbetreiber, die jeweils ein Mobilfunknetz anbieten.

Die vier Betreiber und ihre Netze heißen:

  • Telekom: D1-Netz
  • Vodafone: D2-Netz
  • E-Plus: E1-Netz
  • O2: E2-Netz

Die Mobilfunkanbieter verkaufen Lizenzen an sogenannte Provider (vom Englischen to provide, „jdm. etwas zur Verfügung stellen“).

Diese Lizenzen sind eine Art Betriebserlaubnis: Die Provider dürfen die Betriebserlaubnis ihren Kunden zur Nutzung zur Verfügung stellen. Auf diese Weise entsteht ein dichtes, manchmal unübersichtliches Netz an Mobilfunkbetreibern, genauer: an Providern, bei denen Sie als Kunde einen Handy-Vertrag abschließen können.

Ein Vergleich der Mobilfunkanbieter erleichtert Ihnen die Suche nach dem richtigen Partner.

Netzabdeckung

Die rund 113,6 Millionen Mobilfunkbenutzer in Deutschland verteilen sich folgendermaßen auf die vier Netze (Zahlen gerundet; Quelle: www.bundesnetzagentur.de, Stand 2. Quartal 2013):

  • D1-Netz: 37,49 Millionen Nutzer
  • D2-Netz: 32,24 Millionen Nutzer
  • E1-Netz: 24,42 Millionen Nutzer
  • E2-Netz: 19,41 Millionen Nutzer
Telekom D1
Telekom Logo

Telekom

GSM, der weltweit am meisten verbreitete Telefoniestandard, bildet bei der Telekom die Basis für die nahezu flächendeckende Netzverfügbarkeit in Deutschland.

GSM bietet:

  • exzellente Sprachqualität, d. h. klare und verständliche Sprachübermittlung
  • schnellen und zuverlässiger Rufaufbau innerhalb von 5 Sekunden
  • sehr hohe Gesprächsstabilität
  • UMTS

Die UMTS-Technik bietet spezifische Vorteile für Ballungszentren, wo viele Nutzer gleichzeitig unterwegs sind. Es steht in allen Ballungsräumen und Städten mit mehr als 50.000 Einwohnern bereit, wird aber auch zügig ausgebaut.

UMTS bedeutet höhere Kapazitäten und deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.

Vodafone

GSM ist bei Vodafone flächendeckend vorhanden. Lediglich einige wenige und kleine weiße Flecken finden sich noch auf der Landkarte von Deutschland, z. B. im Schwarzwald, in den Mittelgebirgen und in grenznahen Gebieten. Die UMTS-Anbindung ist weitgehend abgedeckt.

Zusätzlich bietet Vodafone mit der LTE-Technologie einen Standard, der aber auch bei anderen Betreibern verfügbar ist.

Seine Vorteile:

  • eine hohe Netzabdeckung
  • extrem schnelle Verbindung ins Internet
  • ideal für Regionen, in denen DSL nicht zur Verfügung steht

In Deutschland ist Vodafone LTE fast überall verfügbar, abgesehen von einigen Regionen in Küstennähe.

Die E-Netze

Die E-Netze sind sowohl in Hinblick auf Leistung und Reichweite schwächer als die D-Netze; andererseits eignet sich das E2-Netz im Vergleich zum E1-Netz für deutlich besseres und schnelleres mobiles Surfen im Internet. Nicht immer sind technische Topleistungen erforderlich.

E-Plus versucht sein etwas schwächeres E1-Netz durch günstigere Preise im Vergleich zu den Mitbewerbern auszugleichen.

Zudem verbessern beide E-Netz-Anbieter stetig ihr Netz, bauen es aus und modernisieren es.

E-Plus
E-Plus Logo

E-Plus

Die Netzabdeckung bei E-Plus hat sich stark verbessert: Das UMTS-Netz wird schrittweise ausgebaut, das GSM-Netz deutschlandweit auf E-GSM erweitert. In nahezu sämtlichen Regionen kann EDGE zum Surfen genutzt werden, ein Datendienst, der schneller ist als GPRS.

Bis Ende 2013 will E-Plus seine LTE-Abdeckung für Deutschland abgeschlossen haben.

O2
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o2

Laut Aussagen von O2 ist das Netz im GSM-Standard fast deutschlandweit verfügbar. Die Verfügbarkeit des UMTS-Netzes ähnelt der des D-Netzes.

Bei der mobilen Datenübertragung nutzt das E2-Netz von O2 neueste HSPA+ Technik. Mit ihr werden höhere Geschwindigkeiten erzielt.

Als Ziel hat das Unternehmen angegeben, dass möglichst bald auch im E2-Netz Surf-Geschwindigkeiten flächendeckend erzielt werden können, die denen der anderen Anbieter mit bis zu 100 Mbit/s in nichts nachstehen.