LG Electronics

LG Electronics

Korea steht für qualitativ hochwertige Hightech-Produkte. Der gute Ruf wirkt schon seit einigen Jahren verkaufsfördernd.

Vor allem in den Achtziger-Jahren waren TV-Geräte der südkoreanischen Marke GoldStar sehr beliebt. Aus diesem Unternehmen geht LG Electronics hervor. Im Flatscreen-Bereich ist LG heute ebenso vertreten wie bei den Handys und Smartphones.

Die Firma bietet darüber hinaus viele technische Haushaltslösungen an. Lesen Sie hier, welche Produkte von LG besonders interessant sind und was Sie über den Technik-Giganten aus Fernost wissen sollten.



Firmenprofil und Geschichte

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1958, damals noch als GoldStar. In den 1960ern war die Produktpalette bereits vergleichbar mit dem heutigen Angebot. Die Fernseher und Küchengeräte wurden allerdings zunächst nur lokal in Korea vertrieben.

1995 ist ein ganz besonders wichtiges Jahr für die Geschichte des Unternehmens: Der neue Markenname „LG Electronics“ ist geboren. Die Umbenennung geht mit der Übernahme des amerikanischen Technik-Herstellers Zenith Electronics einher. Das „L“ steht dabei für die Produkte der Haushaltsserie Lucky, das „G“ entstammt dem Unternehmen GoldStar. LGs Slogan „Life’s Good“ ist deswegen nicht, wie manchmal vermutet, die Langform des zwei Buchstaben-Akronyms. Seit 1976 ist LG Electronics mit Hauptsitz in Ratingen in Deutschland vertreten. Weltweit beschäftigt LG über 90 000 Mitarbeiter, über 330 davon im Regierungsbezirk Düsseldorf.



Ein Meilenstein: Das Galaxy Nexus 4 von LG und Google

In Zusammenarbeit mit Google produzierte LG im Herbst 2012 ein bahnbrechendes Handy: Das Nexus 4.

Obwohl sich das Smartphone preislich unter vielen Konkurrenzprodukten mit ähnlichen Spezifikationen einordnet, erhält das amerikanisch-südkoreanische Mobiltelefon absolute Spitzenwerte in den Tests. Das Vorgängermodell, das Galaxy Nexus (i9250), entsprang noch der Kooperation zwischen Google und Samsung – Nachfolger Samsungs ist LG. Bis auf den begrenzten internen Speicher fanden die Tester kaum Kritikpunkte – als Alternative zur Galaxy-Serie von Samsung haben LG und Google folglich ein hervorragendes Produkt kreiert.

Die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit war spürbar groß, die ersten Lieferungen schnell ausverkauft. Weiterer Vorteil für den Kunden: Die neueste Version des Android-Betriebssystems wird aufgrund der engen Zusammenarbeit besonders früh auf den Nexus-Geräten bereitgestellt.



Position am Markt und Zukunft der Firma

Die Entscheidung, das technische Fachwissen vom Suchmaschinen-Spitzenreiter Google mit den eigenen Kenntnissen in der Hardware-Produktion zu vereinen, war eine sehr kluge. Mit dem großen Erfolg bewies LG auf internationaler Ebene, dass ein gutes südkoreanisches Smartphone nicht von Samsung kommen muss – auch wenn der Produktname „Galaxy“ mittlerweile große Wirkung hat.

Der wachsende Erfolg lässt sich in Zahlen belegen: Alleine zwischen April und Juni 2013 verkaufte LG Electronics über 12 Millionen Handys. Vergleicht man das Quartal mit dem Vorjahres-Zeitraum, so ist ein Anstieg von 10,1 Prozent zu verzeichnen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass LG 13,58 Milliarden US-Dollar innerhalb der drei Monate verdiente. Etwa 20 Prozent des Umsatzes fallen dabei auf den Bereich mobile Kommunikation.

Um sich am wachsenden Markt dauerhaft zu positionieren, steigen die Ausgaben für das Marketing, während die Verkaufspreise relativ niedrig angesetzt werden. Deswegen ist der Gesamtgewinn leicht rückgängig gewesen. Dass sich die kostenintensiven Investitionen dennoch langfristig bezahlt machen, scheint durchaus realistisch.