Geld für den Kauf eines E-Autos.

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28.04.2016
Mai 2016: 1 Milliarde Euro für E-Autos

Kaufprämie: Für welche Elektroautos gilt sie?

Ab Mai 2016 soll der Kauf eines E-Autos mit bis zu 4.000 € bezuschusst werden, so die Bundesregierung. Aber gilt das für alle E-Autos? Und was muss man beachten?

Nur rund 55.000 Elektroautos rollen derzeit durch die BRD – von dem ursprünglichen Ziel, die Zahl bis 2020 auf eine Million zu erhöhen, ist die Bundesregierung noch weit entfernt. Um die Anzahl der batteriebetriebenen Autos auf 500.000 zu erhöhen, beschloss die Bundesregierung ein neues Förderprogramm, das mit dem Kabinettsbeschluss im Mai beginnen soll. Das erklärt die Bundesregierung in einem Pressetext.

Die Verwendung der Fördergelder im Detail

Insgesamt umfasst das Förderpaket eine Milliarde Euro. 600 Millionen davon sollen für die Bezuschussung des E-Autokaufs genutzt werden. Daneben mangele es auch an 15.000 Ladesäulen, so Verkehrsminister Alexander Dobrindt. Um dem entgegenzuwirken, will die Bundesregierung laut Finanzminister Wolfgang Schäuble 200 Millionen Euro in Schnellladesäulen und weitere 100 Millionen Euro in reguläre E-Auto-Ladesäulen investieren. Schließlich soll auch die Autoflotte des Bundes grüner werden. 100.000 Millionen sollen genutzt werden, um dort den Anteil der strombetriebenen Autos auf 20 % zu erhöhen.

Wie hoch sind die Prämien? Und für welche Autos gelten sie?

4.000 € Prämie beträgt die Prämie für komplett elektrisch betriebene Pkw, 3.000 € für Plug-In-Fahrzeuge. Gezahlt wird für Modelle, die einen maximalen Netto-Listenpreis von 60.000 € haben. Und es gibt noch weitere Einschränkungen: Nicht alle Autohersteller beteiligen sich bis dato an dem Förderprogramm. Mit dabei sind so derzeit nur Volkswagen, Daimler und BMW, obwohl das Programm laut Bundesregierung auch anderen Autofabrikanten zu den gleichen Konditionen offensteht. Die Bedingung: Die Autohersteller beteiligen sich zu 50 % an der Prämie.

Somit stehen bis dato 1,2 Milliarden Euro für Prämien zur Verfügung – 600 Millionen Euro von der Autoindustrie, 600 Millionen von der Regierung. Laut Minister Dobrindt könnte damit der Kauf von 400.000 Pkw gefördert werden. Allgemein gilt: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Nach dem Beginn im Mai 2019 soll das Programm bis maximal 2019 laufen – oder eben solange, bis die Gelder verbraucht sind.

Wie beantragt man die Prämie?

Möchte man die Prämie nutzen, könne man sich nach dem Kabinettsbeschluss im Mai mit dem Kaufvertrag an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wenden, kommentiert die Bundesregierung im Pressetext.

Kritik an dem Vorhaben

Entsprechend Medienberichten sind viele Reaktion kritisch. Laut zeit.dekommentierte Grünen-Fraktionsvizechef bereits vor dem entsprechenden Treffen der Bundesregierung, man solle nicht den Steuerzahler die Prämie zahlen lassen.

Focus.de zitierte unter anderem den Naturschutzbund (NABU): „Nicht mal eine Woche, nachdem fast alle Autohersteller viel zu hoher Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen überführt wurden, soll jetzt mit Steuergeldern der Kauf von Elektroautos subventioniert werden.“

Laut faz.net moniert die Umweltschutzorganisation BUND die Förderung von Plug-In-Hybriden, die in der Fahrpraxis oftmals nicht besonders umweltfreundlich und energieeffizient sind. Ifo-Präsident Clemens Fuest bezeichnet das Vorhaben laut faz.net gar als „schweren Fehler“. Die Gründe: Die Steuergelder wären als Forschungsgelder zugunsten von umweltfreundlichen Technologien besser eingesetzt, dieses Abkommen hingegen belohne einzig die Nicht-Produktion von Emissionen mit Steuergeldern. Zudem produziere auch die Stromgewinnung für Elektroautos CO², so das die „Gesamtbilanz weniger gut ist als oft behauptet wird“, zitiert faz.net Ifo-Präsident Fuest.

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