Internet über Kabelanschluss: So kommt Highspeed per TV-Buchse ins Haus

Kabelanschluss

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Schnelles Internet = DSL?

Nicht unbedingt – sowohl in punkto Leistung als auch Preis ist Internet über Kabelanschluss eine interessante Alternative zum Festnetzanschluss, denn die Übertragungsraten sind vergleichbar.

Liegt Kabelanschluss im Haus, brauchen Sie nur ein Kabelmodem – und erhalten so einen Internetanschluss, der nicht selten schon für unter 40 Euro bis zu 100 Megabit pro Sekunde downloaded.

Per Kabelanschluss ins Netz – so geht’s

Keine Lust, Kabelfernsehen zu nutzen?

Keine Angst, auch wer über Kabel telefoniert und ins Netz geht, sieht weiter über Satellit fern. Denn viele Internetanbieter offerieren auch Tarife ohne Fernsehempfang – in der Regel günstiger als Tarife mit TV.

Zwar setzt die überwiegende Zahl für den Internetempfang per Kabel einen TV-Kabelanschluss voraus, doch viele Internetanbieter eröffnen Ihnen die Möglichkeit, das TV-Signal zu sperren: So sparen Sie die Grundgebühr für Kabel-TV – Kosten, die oft Teil der Mietnebenkosten sind.

Wichtig:

So weit, so gut, Kabel führt in Ihr Haus, so dass Sie Empfang haben, aber damit Sie auch Daten verschicken können, brauchen Sie eine rückkanalfähige Kabelnetzleitung.

Viele Gebiete sind dies bereits; ob dies für Sie zutrifft, verrät Ihnen die Website des Anbieters. Und auch der Kabelverteiler im Haus muss rückkanalfähig sein. Wer hier neu installiert, sollte die Zustimmung des Vermieters einholen.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht: Lediglich die Steckerbuchse wird ausgetauscht, die dann wie gehabt für TV und Radio, aber jetzt auch das Kabelmodem bereitsteht.

Docken Sie Ihren PC dort an und telefonieren Sie über Kabel, indem Sie Telefon oder Faxgerät dort anschließen. Warum all dies gleichzeitig, sprich als Triple Play, funktioniert?

Die Datenübertragung nutzt hier bislang unbesetzte Frequenzen.

Warum sich Internet über Kabel lohnt

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Sie sind vom Festnetz unabhängig, aber profitieren von vergleichbaren oder sogar besseren Leistungen zum oft günstigeren Preis.

Ist Kabel im Haus, lohnt sich der Wechsel, aber auch bei Neuanschluss. Außerdem ist bei Verzicht auf die Festnetzleitung die Dialergefahr gebannt, und auch die Zeiten zwangsweiser Trennung der Verbindung nach 24 Stunden sind vorbei.

Festnetz

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Doch kann ich meine Festnetznummer behalten?
Ja, und nicht nur das: Wie bei ISDN ermöglicht Telefon über Kabel mehrere Rufnummern, und zwar ergänzend zur Internetleitung.

Allerdings sind Kabelnetzbetreiber regionsgebunden. Wohnt ein Nutzer beispielsweise in Nordrhein-Westfalen, bleiben ihm bestimmte Tarife versagt, da jeder Internetanbieter bestimmte Gebiete in Deutschland versorgt, die größten darunter mehrere gleichzeitig.

Dennoch gleicht das Angebot streckenweise einem Flickenteppich, weil in manchen Regionen nur ausgewählte Wohngebiete bzw. Stadtteile erschlossen sind. Anders als bei DSL besteht also keine Wahlmöglichkeit zwischen den Kabelanbietern.

Die gute Nachricht: Die Provider arbeiten fortlaufend am Ausbau ihrer Kabelnetze.

DSL und Kabel vergleichen – und sparen

Neugierig auf Internet über Kabelanschluss?
Finden Sie heraus, wer Ihr Kabelprovider ist, suchen Sie Online-Angebote heraus und nutzen Sie auch Tarifrechner für den direkten Vergleich, um das passende Kabelangebot aus den Tarifen für Privatkunden oder Geschäftskunden zu wählen.

Kabelanschluss

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Denn immer wieder unterbieten sich Anbieter beider Sparten gegenseitig mit Flatrate-Schnäppchen, was unlimitierte Downloads und schnelles Surfen angeht. Ein Vergleich von DSL-Komplettpaketen und Kabelpaketen kann sich lohnen: Mit im Paket sind nicht nur Internetflatrate, sondern auch eine Flat für das Festnetz.

Woran erkennen Sie ein wirklich gutes Angebot?
Kein Wunder, dass oft Verwirrung herrscht, denn der Endpreis setzt sich bei vielen Tarifmodellen aus zahlreichen variablen Komponenten zusammen, was die Kaufentscheidung erschwert. Wer einen DSL Preisvergleich anstellt, verschafft sich einen Überblick darüber, welche Kosten über eine Vertragslaufzeit insgesamt anfallen.

Glücklicherweise haben sich einige Anbieter angesichts des Konkurrenzdrucks entschieden, vermehrt auf Transparenz zu setzen – und bieten zum Beispiel Monatspreis, Internetflat mit festgelegtem Volumen und dazu Festnetzflatrate bei fester Vertragslaufzeit an. Auf Extras und Wahloptionen wird bewusst verzichtet, so dass Sie als Kunde sofort wissen, welche Kosten auf Sie zukommen.

Wichtige Aspekte, auf die Sie bei Vertragsabschluss achten sollten:

  • eine möglichst kurze Laufzeit erleichtert flexibles Wechseln, wenn bessere Angebote winken
  • markieren Sie das Laufzeitende im Kalender, um den Kündigungstermin nicht zu verschlafen
  • je schneller, desto teurer – brauche ich wirklich mehr als 16 Mbit/s?

Gewusst?
Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit (oft 24 Monate) geht gern die Grundgebühr nach oben – werden Sie einfach wieder zum Neukunden, indem Sie rechtzeitig zu einem neuen Internetanbieter wechseln.