Internet aus der Steckdose

Die Idee ist recht simpel und doch ist sie erst seit wenigen Jahren auf dem Markt: Das Internet aus der Dose. Das Netzwerk nutzt die fachmännisch verlegten elektrischen Leitungen im Haus. So fließt nicht nur Strom durch die Steckdose. Auch Videos, Bilder und Musik sowie jegliche Information, die Sie dem Internet entziehen, gelangt durch die Steckdose zu Ihnen. Der größte Vorteil an so einer Art Netzwerk liegt darin, dass sich die Installation sehr unkompliziert gestaltet:

  • Schalten Sie einen Sender zwischen Router und die nächstbeste Steckdose
  • An gewünschter Stelle im anderen Raum nehmen Sie das Signal mittels eines Empfängers wieder auf
  • Netzwerkkabel entfallen und müssen nicht aufwendig verlegt werden
  • Achten Sie darauf, dass insbesondere in Mehrparteien-Häusern kein Zugriff von außen auf das Netzwerk besteht. Sonst surfen die Nachbarn ungefragt mit.

Sie möchten Ihr neues Heimnetzwerk auch flexibel z.B. auf dem Balkon oder im Hobbykeller nutzen?
Kein Problem. Die meisten Einsteiger-Sets lassen sich ohne besondere Fachkenntnisse schnell erweitern. Welche Hardware Sie benötigen und worauf Sie beim Kauf eines Stromnetzwerkes achten sollten, haben wir im Folgenden zusammen getragen.

Welche Hardware wird benötigt?

Im Handel sind zwei unterschiedliche Begriffe im Umlauf. Zum einen kursiert das „PLC“, Powerline-Communication, und weiterhin das „dLAN“, was so viel heißt wie direct LAN. Beide Techniken beschreiben den gleichen sogenannten „homeplug-Standard“. Grundlegend für die Einrichtung eines solchen Netzwerks ist ein separates Stromnetz im Haus. Bei Eigenheimen besteht keine Gefahr, dass jemand von außerhalb eindringen kann. Wenn Sie jedoch zur Miete in einem Mehrparteien-Haus leben, empfiehlt sich die Rücksprache mit Ihrem Vermieter. Er sollte über die Aufteilung und Bauweise der Stromkreise im Haus Bescheid wissen. Dann können Sie sich auf die Suche nach den besten Netzwerk-Adaptern für Ihre Bedürfnisse machen. Bei wechseln.de finden Sie Ihren persönlichen Preis-/Leistungssieger.

Achten Sie beim Erwerb der Homeplug-Adapter darauf, dass sie von einem einzigen Hersteller stammen und den gleichen Übertragungsstandard nutzen. Wenn Sie befürchten, dass die Netzwerk-Adapter Ihre Steckdosen blockieren, können Sie auch auf Geräte zurückgreifen, die eine Überbrückung zulassen. Die Installation gestaltet sich dann einfach wie bei herkömmlichen Internetanschlüssen. Sie sollten das Netzwerk jedoch nicht mit mehr als zehn Rechnern auslasten. Jeder weitere Teilnehmer bremst die Übertragungs-Geschwindigkeit vehement aus. Mit dieser Checkliste können Sie überprüfen, ob Ihr Haushalt das Internet über ein Stromnetzwerk empfangen kann:

  • Ist ein DSL-Anschluss vorhanden?
  • Ist eine freie Steckdose in der Nähe des Routers vorhanden?
  • Haben Sie genügend günstig gelegene Empfänger-Steckdosen im Haushalt?

Für wen lohnt es sich?

Nicht für jeden Endverbraucher lohnt der Umstieg oder die Neuinstallation. Denn es bestehen trotz aller Vorteile auch konzeptbedingte Defizite. Hier finden Sie eine Übersicht, für wen ein Stromnetzwerk Sinn macht: Kleinstbetriebe, Singlehaushalte, Mietwohnungen oder Einfamilienhäuser.

Auch Clubs, Tonstudios und Videoschnittagenturen sollten sich die Möglichkeit eines Stromnetzwerks genauer anschauen. Mit dem technologischen Fortschritt steigen auch die Übertragungsgeschwindigkeiten von Daten. Neben Bits und Bytes lassen sich auch Videostreams und Musik in CD-Qualität verlustfrei senden.