Die Gaspreisentwicklung im Überblick

Gaspreise

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Im Januar 2012 teilten sich dreißig Gasanbieter 95 Prozent des deutschen Liefergebietes.

Ein Jahr später, zum Jahresbeginn 2013, konnten Verbraucher bereits aus 42 Gasversorgern auswählen.

Wie sich die Gaspreise entwickelt haben, was Preisgarantien und Preisfixierungen sind und wie Sie bei der Wahl Ihres Gastarifes viel Geld sparen können, erfahren Sie hier.

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Koppelung des Gaspreises an den Ölpreis

Der Gaspreis ist in Deutschland an den Preis für Erdöl gebunden.

Das sogenannte Anlegbarkeitsprinzip bedeutet, dass für die Kalkulation des Gaspreises der Preis eines vergleichbaren fossilen Rohstoffes herangezogen wird, in diesem Fall Erdöl. Gasimporteure sind mit langfristigen Verträgen sowohl an ihre Lieferanten als auch an deren Preise gebunden.

Die Vertragslaufzeiten betragen dabei zwischen zwanzig und dreißig Jahren und sichern die langfristige Gasversorgung in Deutschland. Die Lieferanten orientieren sich am Preis von leichtem Heizöl.

Steigt hier der Preis, zieht auch der Preis für Erdgas an, insbesondere im Bereich der Beschaffungskosten.

Die Gaspreisentwicklung innerhalb der letzten zehn Jahre

Nach Ergebnissen einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums „Energiekosten in Deutschland – Entwicklungen, Ursachen und internationaler Vergleich“, veröffentlicht im August 2010, ist es zwischen 2004 und 2008 in Deutschland zu einem deutlichen Anstieg der Gaspreise gekommen.

Dieser resultiert aus den Energiesteuern für Heizölprodukte und den Ölpreisen. Ein weiterer Faktor ist die Verbraucherpräferenz. Die Studie stellt fest, dass Erdgas zum Heizen beliebter ist als Heizöl. Die Verbraucher sehen die relativ niedrigen Schadstoff- und CO2-Emissionen bei Erdgas im Vergleich zu Heizöl als Vorteil und sind deshalb bereit, die höheren Gaspreise zu zahlen.

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Preisentwicklung für Erdgas in Deutschland (Angaben pro Kilowattstunde, Preise bereinigt ohne Steuern inklusive Abgaben):

Jahr Preis in Eurocent
2003 3,79
2005 5
2007 6,5
2008 7,5
2009 5,93
2010 5,92
2011 6,06
2012 6,2
Erstes Quartal 2013 6,52

Im Juli 2007 nahm die Energiebörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig den Handel mit Erdgas auf. Damit wurde es möglich, die Gaslieferungen aus bestehenden Verträgen um preiswerte Tranchen zu ergänzen.

Dies ist besonders bei Lieferengpässen der Vertragspartner oder erhöhtem Gasbedarf seitens der Verbraucher vorteilhaft. Gasimporteure verzichten zunehmend auf lange Lieferverträge und decken ihren Bedarf kurzfristig an der Börse.

Dies erklärt auch den deutlichen Preisrückgang für Erdgas ab 2009, der an die Verbraucher weitergegeben wurde.

Die Gaspreisentwicklung im Jahr 2012

Im Januar 2012 lag der Gaspreis pro Kilowattstunde bei etwas über 6,2 Eurocent. Im ersten Quartal 2013 wurden 6,52 Eurocent pro Kilowattstunde aufgerufen.

Die Gaspreise blieben innerhalb dieses Jahreszeitraums also relativ stabil. Bei diesen Werten handelt es sich um Durchschnittspreise.

Bei einem Gastarifvergleich werden Sie feststellen, dass die Gaspreise bei verschiedenen Anbietern auch unterschiedlich hoch sind und dass es selbst innerhalb eines Gasversorgers unterschiedliche Tarife gibt.

Preisgarantien beim Gastarif

Sie zahlen an Ihren Energieversorger einen festen monatlichen Betrag, den sogenannten Grundpreis, für die Bereitstellung von Gas. Dazu kommen die Kosten für Ihren individuellen Verbrauch, gemessen in Kilowattstunden.

Preisgarantie Gastarif

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Dieser Wert schwankt. So ist er in kalten Monaten durch den Betrieb einer Gasheizung höher als in warmen Monaten ohne Heizungsbetrieb.

Starten Sie Ihren persönlichen Gastarifvergleich auf wechseln.de! Geben Sie Ihre Postleitzahl und Ihren jährlichen Verbrauch ein. Mit einem Klick auf „jetzt kostenlos vergleichen“ werden Ihnen verschiedene Angebote von Gasversorgern angezeigt. In diesen Angeboten finden Sie auch die Punkte „Preisfixierung“ und „Preisgarantie“.

Es gibt einen deutlichen Unterschied für Verbraucher zwischen der Preisfixierung und der Preisgarantie.

Wichtig:

Bei der Preisfixierung geben Ihnen die Gasversorger eine Garantie, dass der vereinbarte Tarif beim Grundpreis und beim Verbrauchspreis pro Kilowattstunde nicht steigt. Alle anderen Abgaben, die den Endpreis für Gas mitbestimmen, darunter Netzkosten für den Transport, Beschaffungskosten und Konzessionsabgaben können jedoch steigen. Damit steigt auch der Gaspreis, den Sie als Kunde zu entrichten haben.

Eine Erhöhung muss der Gasversorger schriftlich ankündigen.

Ihnen steht in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zu. Über einen Gastarifvergleich auf wechseln.de suchen Sie sich dann einfach einen günstigeren Gasanbieter.

Die Preisgarantie geht weiter als die Preisfixierung. Sie umfasst neben dem Grund- und Verbrauchspreis auch alle anderen Abgaben. Bei der Preisgarantie spielt es für den vereinbarten Zeitraum keine Rolle, ob beispielsweise die Erdgassteuer oder die Konzessionsabgaben ansteigen.

Hier muss ausschließlich der Gasversorger die höheren Kosten auffangen. Sie bezahlen den im Gasliefervertrag vereinbarten Tarif über die vereinbarte Laufzeit. Auch über eine Nachzahlung darf der Gasversorger die höheren Kosten nicht von Ihnen einfordern.

Regelmäßiges Vergleichen der Gastarife

Der Gaspreis reagiert auf Angebot und Nachfrage und ist deshalb variabel. Veränderungen können sich kurzfristig, sogar täglich ergeben.

Ein regelmäßiger Gastarifvergleich kann bares Geld sparen. Auf wechseln.de finden Sie übersichtlich zahlreiche Angebote von Versorgern bundesweit. Sie sehen sofort, wie viel Geld Sie jährlich durch einen Wechsel Ihres Gaslieferanten sparen können.

Ihr besonderer Vorteil:

Sie sind in der Wahl Ihres Versorgers völlig frei und nicht an die Konditionen Ihres örtlichen Lieferanten gebunden. Nach einem Vergleich können Sie sofort mit wenigen Schritten einen Wechsel einleiten.

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