Die Gasheizung: Sparsam im Verbrauch, gut für die Umwelt

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Gasheizungen überzeugen durch Umweltfreundlichkeit, Energieeffizienz und einen günstigen Verbrauchspreis für den Brennstoff Gas im Vergleich zu Heizöl.

Moderne Gasgeräte werden exakt auf den Heiz- und Warmwasserbedarf abgestimmt.

Beim Kauf einer Gasheizung sollten die Leistung in Kilowattstunden und die Richtwerte des Gasanschlusses für die unterschiedlichen Gebäudearten beachtet werden.

Die Leistung einer Gasheizung in Kilowattstunden

Ist bei einer Gasheizung von „Leistung in Kilowatt“ die Rede, so bezeichnet dies die Anschlusskapazität des Gasheizkessels. Die Einheit Wattstunde als Maßeinheit der Energie wird meist als Kilowattstunde (kWh) verwendet, was dem Tausendfachen einer Wattstunde entspricht. Wie viel Kilowatt Ihr Anschluss leistet, steht in der Jahresabrechnung des Gaslieferanten.

Für private Haushalte sind Leistungen zwischen acht und 15 Kilowatt üblich. Gasbrennwertkessel gibt es ab 1,9 bis 60 kW Leistung. Eine Heizung mit Gasbrennwerttechnologie hat den Vorteil, dass diese auch die Abgaswärme nutzt. Hierbei wird im Kessel die Wärme aus den Abgasen gefiltert und in Heizwärme umgewandelt.

Bei der Wärmeproduktion entsteht Wasserdampf. Dieser wird in Brennwertgeräten gezielt zur Kondensation gebracht, wodurch wiederum Wärme entsteht. Die zusätzliche Wärmenutzung führt dazu, dass 98 Prozent der Energie als Heizwärme genutzt wird.

Gut zu wissen:

Mit einem Gasbrennwertgerät werden im Vergleich zum einfachen Heizwertgerät bis zu 15 Prozent Energie eingespart. Die erhöhte Energieeffizienz dieser Brennwertgeräte hat einen einfachen Grund: Ein Heizwertgerät bläst die Wärme der Abgase durch den Schornstein und verhindert so die Nutzung des Wasserdampfes zur Wärmeerzeugung.

Außerdem ist bei Heizwertgeräten der Ausstoß von Schadstoffen wie etwa CO2 deutlich höher als bei Brennwertgeräten.

Heizkessel müssen spätestens alle 20 Jahre erneuert werden. Steht ein solcher Termin an, sollten Sie über eine Modernisierung nachdenken. Die Anschaffung neuer Brennwertgeräte hilft dabei, Geld für Gas einzusparen, und ist zugleich die schadstoffarme Lösung für die Umwelt.

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Richtwerte für den Gasanschluss je nach Gebäudeart

Die folgenden vier Einteilungen werden für Richtwerte bei Gasanschlüssen angesetzt:

  • Für Neubauten nach den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 gilt eine Heizleistung pro Quadratmeter zwischen 0,045 und 0,060 kW.
  • Für Neubauten nach der Wärmeschutzverordnung 1995 gelten Richtwerte zwischen 0,050 und 0,060 kW pro Quadratmeter.
  • Für Gasheizungen in Gebäuden aus den Baujahren vor 1995 und mit normaler Wärmedämmung können zwischen 0,070 und 0,090 kW pro Quadratmeter angesetzt werden.
  • Bei einem Altbau ohne besondere Wärmedämmung rechnet man mit einer Leistung der Gasheizung von etwa 0,120 kW für einen Quadratmeter Wohnfläche.

Wird auch die Warmwasserbereitung über Gas betrieben, so muss zu den genannten Richtwerten 0,25 kW pro Person im Haushalt und Quadratmeter Wohnfläche addiert werden.

Das bedeutet für den Verbrauch:

  • Für eine Wohnung von 60 Quadratmeter Wohnfläche wird der durchschnittliche jährliche Verbrauch von Gas mit etwa 4.300 kWh angesetzt (nur Heizungsbetrieb), bei Heizung und Warmwasserbereitung mit ca. 4.900 kWh.
  • Bei einer Wohnung mit 100 Quadratmeter Wohnfläche betragen die Durchschnittswerte 14.300 beziehungsweise 16.200 kWh.

Diese Richtwerte können tatsächlich nach oben oder unten abweichen.

Sie werden unter anderem beeinflusst durch:

  • persönliche Vorlieben beim Heizen
  • das eigene Wärme- und Kälteempfinden
  • die Wärmedämmung der Wände sowie die Abdichtung der Türen und Fenster
  • die Dauer der Heizperiode