Kostengünstig und umweltschonend heizen mit Erdgas

Sie sind auf der Suche nach einer umweltschonenden Möglichkeit, in Ihrem Haushalt Energie einzusparen? Mit Erdgas lässt sich dieser Wunsch realisieren. Dank der Vielseitigkeit des Energieträgers sorgt er nicht nur in den heimischen vier Wänden für wohlige Wärme, sondern eignet sich auch hervorragend als Kraftstoff für Fahrzeuge oder als Stromquelle im industriellen Bereich.
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Die Eigenschaften von Erdgas

Erdgas ist einer der flexibelsten Energieträger auf dem aktuellen Energiemarkt. Bei dem fossilen Rohstoff handelt es sich um ein farbloses und generell geruchloses Gasgemisch. Die Zusammensetzung hängt vom Fundort und der Quelle ab. Erdgas besteht hauptsächlich aus Methan. Weitere Komponenten sind Ethan, Butan, Ethen und Propan. Diese Gasverbindung bezeichnen Experten als „nasses Erdgas“, da sich dessen Nebenbestandteile unter Druck leicht verflüssigen. Erdgas kann zudem minimale Anteile von Stickstoff, Kohlendioxid oder Schwefelwasserstoff enthalten. Erdgas ist leichter als die Luft unserer Atmosphäre. Aus diesem Grund ist ein Ausströmen des Gasgemisches normalerweise nicht gefährlich.
Erdgasreinigungsanlage bei Großenkneten

© Christian Eckhardt – Wikipedia.de

Der Rohstoff besitzt eine Zündtemperatur von etwa 600 Grad Celsius. Für den Verbrennungsvorgang eines Kubikmeters Erdgas sind zehn Kubikmeter Luft erforderlich. Durch die Verbrennung des Gasgemisches entstehen als Nebenprodukte vorrangig Kohlendioxid und Wasser. Daneben werden durch den Vorgang Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenmonoxid und Staub in geringen Mengen freigesetzt. Der sogenannte Siedepunkt von Erdgas liegt bei -161 Grad Celsius. Die physikalische Dichte des Gemisches hängt von dessen Zusammensetzung und seiner Qualität ab. Generell schwankt der Wert zwischen 0,700 und 0,840 Kilogramm pro Kubikmeter.

Wie entsteht Erdgas?

Die Entstehung des fossilen Energieträgers ähnelt der von Erdöl. Deshalb sind die beiden Rohstoffe sehr oft gleichzeitig anzutreffen. Das Erdgas, was wir heute nutzen, bildete sich in kleinen Mengen bereits vor rund dreieinhalb Millionen Jahren. Die großen heute bekannten Erdgasvorkommen entstanden vor zwei Milliarden Jahren. Die Bildung von Erdgas basiert auf mikroskopisch kleinem, tierischem und pflanzlichem Plankton. Dieses starb ab. Anschließend sanken die Mikroorganismen auf den Boden flacher Meere. Im Laufe von Jahrmillionen bildeten sich in diesen Regionen Flüsse. Das führte zur Sedimentation. Bei diesem Vorgang überlagerten Geröll und Sand das abgestorbene Plankton. Da die Mikroorganismen nicht mehr mit atmosphärischer Luft in Berührung kamen, entstand sogenannter Faulschlamm. Dieser spezielle Morast verwandelte sich über einen sehr langen Zeitraum zu erdöl- und erdgashaltigem Muttergestein. Unter dem Einfluss von Bakterien kam es zur Zersetzung des eingeschlossenen, fossilen Planktons. Durch die kontinuierliche Überlagerung mit weiterem Geröll und Sand wanderte das Erdöl- und Erdgasgestein in tiefere Bodenregionen. Mit zunehmender Tiefe nahmen Druck und Temperaturen kontinuierlich zu. Dadurch wurden die fossilen Energieträger aus dem Gestein heraus gepresst. Anschließend stiegen Erdöl und Erdgas wieder in obere Gesteinsschichten, wo sie sich im sogenannten Speichergestein festsetzten.

Wie wird Erdgas gewonnen?

Bei der Suche nach Erdgas kommen spezielle seismische und geophysikalische Messgeräte zum Einsatz. Vermuten die Geologen ein Erdgasvorkommen, werden sogenannte Aufschlussbohrungen veranlasst. Auf diese Weise lässt sich überprüfen, ob sich an dieser Stelle tatsächlich Erdgas befindet und ob sich die Erdgasförderung wirtschaftlich rentiert. Die Probebohrungen erreichen teilweise Tiefen von nahezu 7.000 Metern. Die Bohrungen an Land erfolgen mit der Rotary-Tiefbohrtechnik. Dabei bahnt sich ein spezieller Meißel in kreisenden Bewegungen seinen Weg senkrecht in die Erde. Wird Erdgas nachgewiesen, beginnen die Vorbereitungen für die professionelle Förderung des Vorkommens. Nach der Errichtung eines Bohrturms kommt es zur Erweiterung des Bohrloches.
Erdgas Rohrsystem

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Für den Abtransport des Gasgemisches werden besondere Rohrsysteme gebaut, die das Erdgas aus der Tiefe in Spezialbehälter leiten. Hier ist der Rohstoff einem hohem Druck ausgesetzt. Dadurch lässt sich das Erdgas soweit komprimieren, dass es sich verflüssigt. In diesem Zustand eignet sich der Energieträger hervorragend als Kraftstoff- beziehungsweise Mineralölersatz.

Wie wird Erdgas genutzt?

Die Einsatzmöglichkeiten von Erdgas sind vielfältig.
Einsatzmöglichkeit Erdgas

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So dient das Gasgemisch als Energiequelle für Gasherde, die sich insbesondere bei professionellen Köchen und in Großküchen großer Beliebtheit erfreuen. Beim Kochen mit Gas ist die Kochstelle unmittelbar einsatzbereit. Ein Gasherd stellt Ihnen die Energie genau dann zur Verfügung, wenn Sie diese benötigen. Zudem wird keine Energie aufgrund langer Nachwärme verschwendet. Immer häufiger wird Erdgas zum Beheizen von Wohnräumen genutzt. Hierbei handelt es sich um eine der günstigsten und umweltschonendsten Möglichkeiten, Wärme zu erzeugen. Mittlerweile existieren zahlreiche Programme, die eine Umrüstung alter Heizungsanlagen auf Erdgas fördern. Die Heizkörper sind platzsparend, effektiv und sicher. Heizen mit Erdgas ermöglicht eine permanente Wärmeversorgung über 24 Stunden am Tag. Ab der Inbetriebnahme senken Sie Ihren Energieverbrauch deutlich. Bei erdgasbasierten Heizanlagen entfällt die Lagerung des Brennstoffs in einem speziellen Behälter.
Erdgas tanken

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Erdgas eignet sich ebenso als Kraftstoff für Fahrzeuge. Die Anschaffungskosten solcher Autos liegen derzeit über denen für Dieselfahrzeuge. Sie zahlen sich jedoch bereits häufig bei einer Laufleistung von 20.000 Kilometern in Jahr aufgrund der günstigen Kraftstoffkosten und des niedrigeren Verbrauchs aus. Auch bei industriellen Prozessen lohnt der Einsatz von Erdgas. Die Vorzüge des Energieträgers liegen neben den geringeren Kosten auch in der sehr guten Planbarkeit mit dem fossilen Rohstoff. Mit Erdgas können Unternehmen eine rationelle und gleichzeitig umweltschonende Produktion realisieren. So nutzen landwirtschaftliche Betriebe und Firmen im Bereich Gartenbau ebenso die Nebenprodukte des Gasgemisches.