Mit DSL schnell ins Internet

DSL ist das magische Schlagwort, wenn es um schnelle Internetverbindungen geht. Die Digital Subscriber Line, auf Deutsch digitaler Teilnehmeranschluss, fasst eine Reihe an Übertragungsstandards zusammen, bei denen Daten mit hohen Übertragungsraten von bis zu 1.000 Mbit/s gesendet und empfangen werden.

Der Datentransport erfolgt über einfache Kupferleitungen und existiert in dieser Form seit den 1990er Jahren. Erst seit circa 2006 werden aber zuverlässige und für Privatkunden bezahlbare DSL-Verbindungen in Deutschland weitgehend flächendeckend angeboten. DSL löste die zuvor noch deutlich langsameren Telefonmodems und ISDN-Verbindungen aus den 1990er Jahren ab, die im Regelfall maximal 64 kbit/s pro Leitung erreichten.

Heute sind vor allem drei DSL-Arten weit verbreitet – ADSL, SDSL und VDSL. Hier geben wir Ihnen einen hilfreichen Überblick über die Merkmale dieser Übertragungsarten.

ADSL – auch für analoge Anschlüsse geeignet

ADSL heißt Asymmetric Digital Subscriber Line, also asymmetrischer digitaler Teilnehmeranschluss. Diese Anschlusstechnik für Breitbandverbindungen ist vor allem bei Privatkunden sehr verbreitet. Der Vorteil von ADSL liegt darin, dass er sowohl von analogen als auch digitalen (ISDN) Telefonanlagen genutzt werden kann. Besitzer älterer analoger Anschlüsse bzw. Telefonanlagen bekommen damit einen Zugang zu Breitbandübertragungen, ohne auf digitales Zubehör angewiesen zu sein.

Beim ADSL wird im Gegensatz zu den älteren Modem-Zugängen kein Sprachkanal in der Telefonbuchse belegt. Dafür wird ein Splitter verwendet, eine kleine Frequenzweiche, über die die Datenübertragungen für Telefonie und Internetzugang getrennt werden. Seit geraumer Zeit wird die stärkere Übertragungsrate ADSL2+ verwendet, die bis zu 25 Mbit/s überträgt.

SDSL – Breitband für Geschäftskunden

Eher von Geschäftskunden verwendet wird dagegen SDSL (Symmetric Digital Subscriber Line), der symmetrische digitale Teilnehmeranschluss. Im Gegensatz zu ADSL lassen sich die Daten in beide Richtungen mit gleicher Geschwindigkeit (symmetrisch) und mit höheren Bitraten übertragen. Gerade in der Business-Kommunikation mit ihrem hohen Datenvolumen ist SDSL unerlässlich.

Bei SDSL wird eine Doppelader aus Kupfer verwendet, aber manchmal kommt auch Glasfaser zum Einsatz. Die Datenraten erstrecken sich von 192 kbit/s bis zu 2,304 Mbit/s. SDSL unterstützt nicht die Splitter-Technologie von ADSL-Anschlüssen. Diese Technik ist rein für die Datenübertragung bestimmt und nicht für herkömmliche Telefonie.

VDSL – Fernsehen aus dem Internet

Wesentlich höhere Übertragungsraten als ADSL und SDSL bietet Ihnen VDSL, das seine Superlative im Namen trägt – Very High Speed Digital Subscriber Line. Bei der letzten Übertragungsstrecke zum Kunden wird eine verdrillte Kupferleitung eingesetzt. Mittlerweile unterscheidet man zwischen VDSL 1 und VDSL 2, das seit 2005 in Betrieb ist. Beim ursprünglichen VDSL 1 wurden Übertragungsgeschwindigkeiten von 11 Mbit/s in Senderichtung und 52 Mbit/s in Empfangsrichtung erreicht. Die Abdeckung in Deutschland erstreckt sich mittlerweile flächendeckend über alle größeren Städte und Ballungsgebiete.

Gewisse technische Einschränkungen in der Kompatibilität brachte den vereinfachten Standard VDSL 2 hervor. Dieser baut auf ADSL2+ auf und bietet solide Datenübertragungsraten von 100 Mbit/s in beide Richtungen.

VDSL 2 ist der heutige Standard für die Nutzung von Triple-Play-Diensten. Dieses Servicepaket umfasst die gängige Nutzung von Telefonie (ob analog, per ISDN oder über IP), Breitband-Internetzugängen und Internet-Fernsehen (IPTV) über einen Anschluss.

Werden Sie sich im Vorhinein darüber klar, wie Ihre Ansprüche an einen Internetanschluss aussehen. Je nach Einsatzart in Ihrem Haushalt und technischer Verfügbarkeit an Ihrem Ort können Sie sich dann für einen dieser DSL-Anschlüsse entscheiden.