Apple

Der Gigant mit dem angebissenen Apfel

Apple ist nicht nur eine Computermarke, sondern reiner Kult. Autark von gängigen PCs entwickelte Steve Jobs den Apple-Rechner nach eigenen Vorstellungen. Heute begeistert sein Unternehmen eine weltweite Apple-Gemeinde.

Neben seinen Macintosh-Rechnern eroberte Apple im 21. Jahrhundert mit drei Weltneuheiten den Markt – dem iPod, dem iPhone und dem iPad. Apples Kennzeichen sind innovative Technologien, eine hohe Qualität, Virensicherheit und auffallende Designs, die jedes Produkt zu einem wegweisenden Stück Premium-Technologie gestalten.



Die Geschichte von Apple

Apple wurde 1976 im kalifornischen Silicon Valley von Jungunternehmer Steve Jobs und seinem Freund Steve Wozniak gegründet. Mit Macintosh-Computern erreichten sie schnell einen weltweiten Verkaufserfolg, der vor allem bei kreativen Menschen sehr gut ankam.

Innerhalb von zehn Jahren baute Jobs seine Firma zur Weltmarke aus, die eine bewusste Einschränkung besitzt – alle Apple-Produkte benötigen eigene Programme und sind mit den meisten Software-Produkten, wie bei Windows-PCs üblich, nicht kompatibel. Damit hält Apple das Monopol für seine eigenen Produkte, und die Anfälligkeit für Viren tendiert gegen Null.
1985 wurde Jobs von seinen Mitarbeitern aus der eigenen Firma gedrängt, da diese eine Öffnung der Produktpolitik erreichen wollten. Der Putsch ging nach hinten los – die folgenden Unternehmens-Bosse brachten Apple in den 1990er Jahren in die Krise. Erst als Jobs 1999 zurückgeholt wurde, ging es wieder bergauf – Jobs erfand die erfolgreiche i-Reihe.



Große Erfolge mit iPhone und iPad

Den Anfang der i-Reihe machte im Jahr 1999 der iMac mit einem auffallenden Design des stilvoll gestalteten Bildschirms. 2001 folgte der kompakte Digital-Music-Player – der Apple iPod. Mit seiner damals unglaublichen Speicherkapazität von 256 GB fasste der Player einige tausend Titel. 2003 folgte der iTunes-Store für digitale Musik-Downloads, der inzwischen auch Apps, Software, Filme und mehr anbietet.

2007 folgte das Meisterstück – das iPhone. Der Prototyp des ersten Smartphones führte zu einem wahren Hype, denn noch nie hatte sich ein Computerhersteller ernsthaft an einem Mobiltelefon versucht. Das iPhone verdrängte in kurzer Zeit Marktführer wie Nokia von der Verkaufsspitze und eröffnete den Weltmarkt für Smartphones.
Niemals zuvor war es so einfach, mit einem edlen, leichten Handgerät gleichzeitig zu telefonieren, im Internet zu surfen, Social-Media-Kanäle zu bedienen und SMS zu schreiben. Neu dabei waren eine hochwertige Film- und Bildkamera, der Music-Player des iPod, ein E-Book-Reader, Spiele und unzählige Applikationen (Apps), die das iPhone zu einem Universalgerät machten – ob als Wasserwaage, Taschenlampe oder Fernbedienung.



Die Zukunft von Apple

2010 folgte mit dem iPad der erste konsequente Tablet-Computer, der die Funktionen des iPhones auf ein größeres Gerät übertrug. Mittels einer virtuellen Tastatur wurde ein neuer Standard für die Handtaschenversion eines Laptops erreicht, der wiederum zum Verkaufsschlager wurde und viele Nachahmer hervorrief.

Mit dem Krebstod von Steve Jobs 2011 allerdings geriet Apple erneut in die Stagnation. Sein Nachfolger, der biedere Tim Cook, ist eher Kaufmann als Visionär und beschränkte sich bisher darauf, vorhandene Produkte zu verbessern. Angekündigt wurde allerdings die iWatch, eine Art Computeruhr fürs Handgelenk.

Dagegen hat die Konkurrenz den langjährigen Marktführer längst eingeholt. Vor allem Samsung hat mit seinen Galaxy-Smartphones Apple bei den Verkaufszahlen übertrumpft. Es bleibt abzuwarten, ob und wann Apple nach dem Tod von Steve Jobs wieder zur alten Stärke zurückfindet.