Die Abgasuntersuchung:
Eine in Deutschland gesetzlich vorgeschriebene Kontrolle

Durch die Abgasuntersuchung (AU) wird in Deutschland sichergestellt, dass die Abgaswerte, die Ihr Auto in einem bestimmten Zeitraum erreichen darf, nicht überschritten werden. Diese AU ist gesetzlich vorgeschrieben.

KFZ Abgasuntersuchung

© Frank Roeder – Fotolia.com

Bis 1993 hieß diese Kontrolle Abgassonderuntersuchung (ASU) und seit 2010 ist sie Bestandteil der Hauptuntersuchung. Seitdem gibt es deshalb auch die sechseckigen Prüfplaketten nicht mehr, die auf dem vorderen Nummernschild angebracht waren.

Trotz der rechtlichen Zusammenführung der beiden Untersuchungen gibt es weiterhin Werkstätten, die eine AU durchführen und bestätigen dürfen.

Diese Bestätigung ist dann bei der Hauptuntersuchung vorzulegen.

Durch diese gesetzliche Regelung ist es möglich, die Belastung der Umwelt und des Klimas durch Stickoxide oder Klimagase einzudämmen.

Auch die als besonders schädlich geltende Feinstaubbelastung soll auf diese Weise kontrolliert werden.

Was wird bei der Abgasuntersuchung geprüft?

Die Untersuchung misst verschiedene Gase und Schadstoffe, die nach der Verbrennung aus dem Auspuff kommen.

Bei Otto-Motoren sind das:

  • Kohlenmonoxid
  • Kohlenwasserstoff
  • Ozon
  • Stickoxide

Bei Dieselmotoren wird mit der sogenannten Rauchgastrübung die Dichte der Rußpartikel bestimmt, die vor allem für die Feinstaubbelastung verantwortlich sind.

Die Untersuchung unterscheidet sich deshalb, je nachdem ob ein Benzinfahrzeug mit geregeltem, ungeregelten oder ganz ohne Katalysator oder ein Diesel-PKW betrieben wird.

Wichtig:

Seit dem Jahr 2012 sind die Grenzwerte EU-weit strenger geregelt. Diese „Plakettenwerte“ werden durch die roten, gelben und grünen Umweltplaketten an der Windschutzscheibe dokumentiert. Sie zeigen an, in welche Zonen einer Stadt Sie fahren dürfen.

KFZ Umweltplakette

© Klaus Eppele – Fotolia.com

Dadurch soll vor allem einer zu hohen Belastung durch Feinstaub in den Ballungsräumen vorgebeugt werden. Die Feinstaubbelastung führt nach einer Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) verstärkt zu Allergien, Atemwegserkrankungen oder Krebs.

Die Belastungen sind vor allem für Kinder oder ältere Menschen problematisch. Wenn Sie keine grüne Plakette an Ihrer Windschutzscheibe haben, sollten Sie sich vor einer Fahrt in eine andere deutsche Stadt informieren, welche Bereiche Sie befahren dürfen.

Fahren Sie ohne die geforderte Plakette in eine Umweltzone, kann Sie das 40 Euro und einen Punkt kosten.

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Wann ist eine Abgasuntersuchung fällig?

Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen
Da die Abgasuntersuchung mit der Hauptuntersuchung zusammenfällt, ist sie bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen und mindestens vier Rädern erstmals 36 Monate nach der Erstzulassung fällig. Danach muss sie alle 24 Monate wiederholt werden.

Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen
Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen – z. B. große Wohnmobile, aber auch Taxis und Mietwagen – müssen alle 12 Monate untersucht werden.

Motorräder, Quads und Trikes
Bei Motorrädern, Quads und Trikes steht ebenfalls alle zwei Jahre eine Untersuchung an. Dabei darf eine gesonderte Abgasuntersuchung frühestens einen Monat vor der Hauptuntersuchung durchgeführt werden.

Sollten die Ergebnisse nicht die geforderten Grenzwerte einhalten, lässt sich der Fehler etwa durch die Nachrüstung eines Rußpartikelfilters ausgleichen.

Seit dem Jahr 2012 ist auch bezüglich der Fristen eine neue Regelung in Kraft. So findet die Untersuchung grundsätzlich alle 24 Monate statt.

Wenn man also statt im März 2013 erst im Mai 2013 zur Untersuchung fährt, ist der nächste Termin trotzdem der März 2015. Wenn Sie den Zeitpunkt um mehr als zwei Monate versäumen, wird außerdem eine Ergänzungsuntersuchung fällig, durch die die Gebühren um 20% steigen.

Pünktlichkeit lohnt sich in diesem Fall also auch finanziell.