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Pressemitteilung
EEG-Umlage lässt die Strompreise im neuen Jahr steigen
Zum bevorstehenden Jahreswechsel werden Millionen Stromkunden mit steigenden Stromkosten rechnen
müssen. Vonseiten der Energieversorger wird die Erhöhung mit der Steigung der EEG-Umlage von 2,047
auf 3,530 Cent pro Kilowattstunde begründet.
Die Strompreise in Deutschland werden auch mit Beginn des Kalenderjahres 2011 deutlich ansteigen. Wie
die Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) mitteilten, steigt die sogenannte EEG-Umlage im nächsten Jahr auf
3,53 Cent pro Kilowattstunde an. Die Umlage des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (kurz: EEG) soll für die
Förderung erneuerbarer Energien sorgen. Der aktuelle Anstieg um etwa 70 Prozent ist mit dem massiven
Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere von Solaranlagen, im laufenden Jahr zu erklären. Aktuell
planen die meisten Energieversorgungsunternehmen, die Erhöhung der Förderkosten für Ökostrom direkt
an den Endverbraucher weiterzugeben. Dem Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) zufolge fällt die
Erhöhung der Strompreise zum 1. Januar jedoch deutlich höher aus, als es der Anstieg der EEG-Umlage
erklären könnte.
Drastische Strompreiserhöhungen bei den „Riesen“ Für 2011 wurde bereits von drei der vier großen Stromanbieter
eine Preisanhebung angekündigt. Am tiefsten müssen dabei die Privatkunden der EnBW in die
Tasche greifen. Rund 9,45 Prozent zahlen die Kunden des Energieriesens zukünftig mehr für ihren Strom.
Auch viele der kleinen Energieversorger planen bereits eine Preiserhöhung zwischen 7 und 14 Prozent.
Bundesnetzagentur rät zum Anbieterwechsel Laut Bundesnetzagentur ist das Vorhaben der Stromanbieter,
den Kostenanstieg des EEGs in vollem Umfang an den Verbraucher weiterzugeben, unzulässig. In einer
Pressemeldung der Bundesnetzagentur vom 15.10.2010 bekräftigt der Präsident der Bundesnetzagentur
Matthias Kurt: „Verbraucher sollten nicht in vollem Umfang mit der erhöhten EEGUmlage belastet werden.“
Weiterhin rät er den Verbrauchern, „die Angebote am Strommarkt genau zu prüfen und gegebenenfalls zu
einem günstigeren Anbieter zu wechseln“. Kurt spricht weiterhin von einem Missbrauch des Arguments der
EEG-Umlage und „ungerechtfertigten Preiserhöhungen“. Auf diese können Verbraucher mit einem Strompreisvergleich
und Anbieterwechsel reagieren.
Auch die Verbraucherschützer legen den Betroffenen der Strompreiserhöhungen einen Stromvergleich
nahe. Roland Pause, Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, weist darauf hin, dass ein Anstieg
des Strompreises grundsätzlich die Möglichkeit zur außerordentlichen Kündigung bietet. Somit wird der
Weg für einen Wechsel des Stromanbieters frei.
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