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Pressemitteilung
Der Nachfolger von UMTS in den Startlöchern: Mobilfunkstandard LTE
Schnelle Datenübertragung, Effizienz und geringe Kosten - der neue Mobilfunkstandard LTE soll
gegenüber dem bisherigen Standard UMTS viele Vorteile bieten, schon bald kann er genutzt werden.
Immer mehr Daten werden über das Mobilfunknetz transportiert. Mittlerweile haben sich Smartphones
etabliert, mit denen man ständig eine Verbindung zum Internet aufbauen kann und E-Mails, Videos und
Musik werden heutzutage mit dem Handy versendet. Mehr als 2 Milliarden Teilnehmer nutzen die
Mobilfunksysteme. Es ist absehbar, dass der bestehende Mobilfunkstandard UMTS mit dieser Entwicklung
auf Dauer nicht Schritt halten kann. Mobilfunkbetreiber und Hersteller haben daher einen neuen Standard
namens LTE (Long Term Evolution) entwickelt.
Was kann das neue LTE?
Mit LTE können Daten extrem schnell übertragen werden. Während beim heutigen Standard UMTS eine
Übertragungsrate von maximal 14,4 MBit/s möglich ist, soll LTE mehr als 100 MBit/s bieten, der Funkkanal
ist dabei 20 MHz breit. Dadurch werden sich über LTE auch umfangreiche Webseiten in einem geradezu
rasanten Tempo aufbauen. Ein weiterer Vorteil des neuen Mobilfunkstandards besteht darin, dass er über
eine sehr effektive Systemarchitektur verfügt: Dank dem neuartigen Modulationsverfahren OFDM ist es
möglich, die Datenübertragung auf mehrere schmale Frequenzbänder aufzuteilen. Falls in einem dieser
Unterträger ein Defekt auftritt, ist nicht die gesamte Datenübertragung gefährdet. Auch durch die
Mehrantennentechnik MIMO wird der Datenstrom verbessert. Dieses Verfahren wird heutzutage bereits
beim Standard N der W-LAN-Technologie eingesetzt. Doppel- und Vierfachantennen senden ihre Signale
auf unterschiedlichen Wegen aus, dadurch stören Hindernisse weniger und die Übertragung der Daten ist
stabiler. Der Einsatz dieser modernen Technologien führt außerdem dazu, dass das Frequenzspektrum
effizienter genutzt werden kann, als mit dem bisherigen Standard UMTS und so die Kosten für die
Datenübertragung über das Mobilfunksystem sinken.
Noch immer gibt es Regionen in Deutschland, in denen keine Breitbandanschlüsse zur Verfügung stehen.
Durch LTE könnte dieses Problem gelöst werden. Die Frequenzen 790 MHz bis 862 MHz, die einst für die
analoge Ausstrahlung von Fernsehfunk genutzt wurden, und weitere im Bereich von 1,8 GHz bis 2,6 GHz
bieten sich für den neuen Mobilfunkstandard an und könnten auch in ländlichen Regionen einen leistungsstarken
Internetzugang ermöglichen. Die Nutzung von LTE in diesem Bereich hat bereits begonnen.
Die vier großen Betreiber Telekom, E-Plus, O2 und Vodafone haben im Jahr 2010 Frequenzen ersteigert
und bereiten die konkreten Angebote für LTE als Ersatz für einen Breitbandanschluss in ländlichen Regionen
vor, Telekom und Vodafone veröffentlichten bereits Tarifinformationen. Auch an kompatiblen
Endgeräten für die Nutzung von LTE im Mobilfunkbereich wird gearbeitet.
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